Der Mullernberg wird zum Mekka der Radsportler

Das 7. Wurst- und Brotrennen des VC Mollis vom letzten Mittwoch, 22. August 2018, wurde ein grosses Fest der Radler. 47 Erwachsene und 25 Kinder kämpften bei idealen äusseren Bedingungen am Mullernberg um Ruhm und Ehre mit Rennrad, Bike und E-Bike.




Am Abschlussrennen der im Kanton noch ausgetragenen Radrennen, konnte nach dem Rennen in der Festwirtschaft bei Wurst- und Brot (das der Preis für den Chrampf) ausgiebig über das Radfahren diskutiert werden, ein rundum gelungener Anlass, was auch der OK-Präsident Thomas Knöpfel bei der Rangverkündigung festhielt. In diesen Dank eingeschlossen sind alle treuen und auch neuen Sponsoren wie auch die stillen Helfer im Hintergrund.

Alp d`Huez Gefühl mit Kampf um jede Sekunde

Nach dem Einschreibeprozedere stellt sich das stattliche Feld mit den 45 Fahrerinnen und Fahrern zum Massenstart, dem Starter. Fünf Minuten davor sind bereits 2 Radler mit E-Bike wie die Pfeile losgeschossen, um vom Restaurant Waid Mollis bis zum Schlattrank auf Mullern möglichst rasant den Berg hochzukommen.

Nach dem Startschuss um 19.00 Uhr treten alle 45 Wettkämpfer wacker in die Pedalen. Dabei trennt sich bereits auf den ersten Metern der Spreu vom Weizen und die Schnellsten vorne weg, lassen bereits eine Lücke entstehen, die für die Nachfolgenden schwierig zu schliessen ist. Doch diese kämpfen nicht minder um Rang und Zeit.

Weil die 25 Kinder zusammen mit den Eltern in der Rüti auf ihren Start um 19.15 Uhr noch warten müssen, ist die Unterstützung in diesem Bereich für die Erwachsenen riesig. Sämtliche Wettkämpfer werden förmlich den Berg hochgeschrien und dies wirkt im Feld äusserst motivierend, Gänsehautgefühl wie an der Tour de France hinauf zur Alp d`Huez.

Der Streckenrekord von 21:32 Min. von Emanuel Müller bei den Herren, bleibt unangefochten. Als klarer Sieger erscheint oben am Berg Jan Freuler vom RBT Glarnerland mit der Zeit von 22:44. Der Abstand zu seinem Teamkollegen Kevin Zürcher, der danach auf Platz 2 folgt, beträgt stattliche 31 Sekunden. Josef Schwitter (Central-Garage Glarus) belegt Platz 3 mit nochmals 50 Sekunden Rückstand (24:05 Min.) Danach sind innerhalb dieser Minute noch 3 weitere Fahrer zu finden. Wollte man einen Platz unter den besten 10 Fahrern erreichen, so musste man unter 27 Minuten den Berg hochradeln. Wie hoch das Niveau aber auch bei den Hobbyfahrern und Fahrerinnen ist, zeigt sich darin, dass innerhalb von 52 Minuten sämtliche Fahrer das Ziel erreichten, dies nach 6 km und 600 Höhenmetern, die es in sich haben. Am nächsten zur Richtzeit, die dieses Jahr mit 40:00 Min. ausgestellt war, kam der unermüdliche Kämpfer Beat Meier mit JG 1943. Er fuhr nur eine Sekunde zu langsam für eine Punktlandung (40:01 Min.).

Streckenrekord durch eine klubeigene Dame und Kinderrennen als Erfolg

Die VC Molliserin Edith Fetz liess einmal mehr ihre Qualitäten am Berg aufblitzen und fuhr mit den besten Herren mit. Sie pulverisierte ihren alten Streckenrekord von 26:49 Min. aus dem Jahre 2016 förmlich, 40 Sekunden bleibt sie darunter und stellt mit 26:09 Min. für die Damen eine neue Rekordzeit auf. Aber auch die restlichen Damen kämpfen im grossen Feld tapfer mit: dabei belegt Fabienne Rhyner vom RBT Glarnerland den 2. Platz und Elisabeth Bühler vervollständigt das Damen-Podest auf Rang 3.

Das Kinderrennen, das erstmals ins Programm aufgenommen wurde, entpuppte sich als grosser Renner. 25 Kinder mit den Jahrgängen 2004 bis 2010 konnten sich auf einer Strecke von 600 Metern und 60 Höhenmetern so richtig ins Zeug legen. Auch sie starten alle gemeinsam und kämpfen sich den Berg hoch, von der Rüti bis zum «Fachtgaden» an der Mullernstrasse, unterstützt von den zahlreichen Eltern. Bei den jüngeren Kindern siegt mit der Zeit von 3:28 Min. Cyrill Marti, gefolgt von Corvin Beglinger (3:51 Min.) und Noe Senn, dem der 2. Platz nur um 3 Sekunden verwehrt blieb (3:54 Min.).

Die älteren Kinder absolvierten den Parcours um gut eine Minute schneller: so erreicht der Sieger Neven Hauser in 2:32 Min. das Ziel. 2:49 Min. bedeutet den 2. Platz, dies für Kilian Bösch und Tim Landerer erreicht Platz 3 mit 2:56 Min. Dass da teilweise bekannte Sportlergeschlechter auch bei den Kindern in den vordersten Reihen auftauchen verwundert nicht, wie heisst es doch so schön: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Alles in allem aber auch alle hier nicht namentlich erwähnten Kinder haben tapfer gekämpft und jedes hat sicher sein Bestes gegeben. Schliesslich ist ja das Motto des Wurst- und Brotrennens: Mitmachen kommt vor dem Rang.