Der Nachwuchs klettert weiter hoch

Sie freuen sich über Nachwuchstalente, informieren über Sanierungen und den Zwischenstand der Panixerpasshütte – die Neuigkeiten aus der Hauptversammlung des Glarner Bergführerverbandes.



Handschlag und Geschenkkorb: André Reithebuch dankt Hansueli Rhyner für die Organisation des Tödi-Jubiläms 2024. (Foto: zvg)
Handschlag und Geschenkkorb: André Reithebuch dankt Hansueli Rhyner für die Organisation des Tödi-Jubiläms 2024. (Foto: zvg)

Eine kleine Überraschung für eine grosse Leistung: Hansueli Rhyner durfte an der Hauptversammlung 2025 des Glarner Bergführerverbandes (GLBV) einen Geschenkkorb entgegennehmen. Es ist das Dankeschön fürs Organisieren des Jubiläums «200 Jahre Erstbesteigung Tödi», in dessen Rahmen im Sommer 2024 etliche Anlässe durgeführt wurden. Nach ein paar Anekdoten dazu schildert der Präsident des GLBV, Hansueli Rhyner, den Winter 24/25 merklich resigniert: «Ich habe persönlich noch nie erlebt, dass der Tödi mit so wenig Schnee wie im vergangenen Winter trotzdem so gut zu begehen war. Offenbar hat der Klimawandel und der damit verbundene Gletscherrückgang auch positive Seiten.» Weiter erzählte er über die grösseren Schwierigkeiten am Clariden, dem Tüfelsjoch und dem Biferten aufgrund des Gletscherrückgangs. Dazu rät die Routenkommission das Martinsloch nach dem Felssturz am Gross Tschingelhorn weiterhin zu meiden. An anderen Orten wurde saniert, so hat Hans Rauner am Bifertenstock, in Absprache mit den Bündner Bergführern einen neuen Zugang zum Grat eingerichtet. Zusammen mit Hansueli Rhyner hat er dazu am Guppengrat zum Vrenelisgärtli neue Haken gebohrt. Rhyner hat Sanierungen am Gletscherhorn Ostgrat vorgenommen, genauso wie am Birchgang aufs Hauserhorn.

Schnuppern, eisklettern, skifahren

Damit auch künftig in den Bergen geführt und gearbeitet wird, hat der GLBV vor drei Jahren ein Nachwuchsprogramm gestartet. Der erste Kandidat stellte sich im letzten Jahr erfolgreich der Eintrittsprüfung, weitere junge Kandidatinnen und Kandidaten stehen in den Startlöchern. Die Interessierten konnten bei den Bergführern «schnuppern» gehen, feilten auf den Pisten in Elm an der Skitechnik und trainierten im Jetzloch Eisklettern. Von dort etwas weiter oben ist noch ein ganz anderes Projekt offen: Im Sommer 2024 diente ein Basecamp als Übergangslösung für die Panixerpasshütte. Aufgrund der hohen Auflagen wurde das Betreiben der Zelte uninteressant. Der GLBV arbeitet daran, dass die Hütte bald so ausgebaut wird, dass sie weiter als Etappenziel der ViaGlaralpina und von den Bergsteigenden der umliegenden Gipfel genutzt werden kann.