Der Nutzungsplan Glarus Nord liegt auf

Der Nutzungsplan der Gemeinde Glarus Nord liegt bis zum 8. Februar 2017 im Gemeindehaus Näfels öffentlich auf. Die Pläne können während den Öffnungszeiten besichtigt werden. Mit der öffentlichen Auflage ist auch das Einspracheverfahren eröffnet worden.




Der Nutzungsplan der Gemeinde Glarus Nord enthält Nutzungspläne, Baureglement sowie Planungs- und Mitwirkungsberichte. Die umfangreichen Unterlagen sind nun im Gemeindehaus Näfels Süd, Büntgasse 1, während den ordentlichen Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung bis zum 8. Februar zu begutachten und zu studieren. Jeweils am Dienstag, Donnerstag und Freitag stehen Fachpersonen für Auskünfte und Besprechungen zur Verfügung. Während der Auflagefrist kann jedermann, der ein eigenes schützenswertes Interesse nachweist, schriftlich und begründet beim Gemeinderat Einsprache erheben.

Zone für künftige bauliche Nutzung

Mit der Nutzungsplanung und den Regeln für das Bauen wird die Freiheit des Einzelnen im Umgang mit seinem Grundeigentum bis zu einem bestimmten Grad eingeschränkt – zum Wohle der Allgemeinheit. Die Nutzungsplanung verfolgt die grundlegenden Interessen der Allgemeinheit. Diese sollen durch neue Regeln für das Bauen erreicht werden. Auf der anderen Seite überträgt die Nutzungsplanung der einzelnen Bauherrschaft einen grossen Teil der Verantwortung bei der Umsetzung der Bauvorhaben auf den einzelnen Parzellen. Die Freiheit und die Verantwortung der Grundeigentümer und Bauherrschaften werden somit gestärkt. Mit der Annahme des Gemeinderichtplans im Jahre 2014 haben die Stimmberechtigten von Glarus Nord ausgedrückt, dass sie ihre Landschaft als Wert schätzen, die Entwicklungsgebiete innerhalb der bestehenden Bebauungen sehen und deshalb das Baugebiet an seinen Rändern nicht erweitert werden soll. Das gesamte Gemeindegebiet unterteilt sich nun in ein Baugebiet (Zone für künftige bauliche Nutzung) und ein Nichtbaugebiet.

Es gab einige «Knacknüsse» zu lösen

Der Start zur öffentlichen Auflage nahm der Gemeinderat zum Anlass, die Medien über dieses umfangreiche Regelwerk zu informieren. Hinter den vielen Plänen, Reglementen und Berichten steckt ein enormer Arbeitsaufwand. Wie Gemeindepräsident Martin Laupper ausführte, gab es verschiedene «Knacknüsse» zu lösen, die teilweise auch zu Einsprachen führen dürften. Heisse Eisen bildeten das zu viel eingezonte Bauland in den alten Gemeinden, das sich zum Teil in privater Hand befindet, der Ortsbildschutz, die Gewässerraumausscheidung, die landwirtschaftlich genutzten Flächen oder der Flugplatz Mollis mit Umgelände. Man habe bewusst auf einen Enteignungsartikel verzichtet und hoffe, so der Gemeindepräsident, ein mehrheitsfähiges Werk erarbeitet zu haben.

Nach Abschluss des Einspracheverfahrens wird der Gemeinderat die Planungsunterlagen wenn nötig bereinigen. Das ganze Paket Nutzungsplanung soll dann der Gemeindeversammlung vom 29. September 2017 zur Genehmigung vorgelegt werden.