Der Sportbahnen-Vorlage droht ein Fiasko



Als Einwohner von Glarus Süd empfehle ich den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern wärmstens, an der Landsgemeinde dem Unterstützungsbeitrag für die Sportbahnen zuzustimmen. In jungen Jahren habe ich von den Sportbahnen Elm und denen von Braunwald ein paar Aktien gekauft. Dies nicht in der Absicht, reich zu werden; wir haben mit unserer Familie deswegen grösstenteils auf Auslandferien verzichtet. Aus Solidarität zu Elm kaufe ich seit vielen Jahren das Saisonabonnement. Verpflegen tue ich mich in den Restaurants der Sportbahnen und wenn ich mal bedient werden will, im Hotel Bischofalp. Ich finde es jammerschade, dass man im Prospekt der Sportbahnen nicht mit der besten einheimischen Skirennfahrerin aller Zeiten wirbt und das feudale Hotel Bischofalp immer noch fehlt. Andere Skigebiete wären froh, mit einer so erfolgreichen, den Jugendlichen vorbildlichen Rennfahrerin werben zu können und dort sind alle Verpflegungsbetriebe aufgelistet, auch die, die nicht der betreffenden Bahngesellschaft gehören. Die Gäste dieses Hotels und die einer privaten Skischule tragen bestimmt auch zu höheren Bahnfrequenzen bei. Der Präsident der Sportbahnen Elm hat anlässlich der GV 2016 auf Anfrage eines Aktionärs freundlicherweise erklärt, dass zwischen den Sportbahnen und den Besitzern des Hotels Bischofalp nun alle Feindseligkeiten beigelegt seien. Und jetzt sollen dem Vernehmen nach doch wegen Verbreiterung eines lapidar kurzen, aber existenziell wichtigen Zufahrtsweges zu diesem Hotel erneut mehrere Einsprachen von einflussreichen Aktionären der Sportbahnen eingegangen sein. Sind hier etwa Gehässigkeiten und Abhängigkeiten oder nebst dem ältesten Glarner, dem Föhn, noch Neid oder Filze vorhanden? Das kürzliche Urteil des Bundesgerichtes ist bedingungslos zu respektieren. Unsere politischen Führungspersonen haben nur noch wenige Wochen Zeit, die Einsprechenden in die Knie zu zwingen. Und wie es Landräte der SVP und der SP fordern, soll der Verwaltungsrat der Sportbahnen an der nächsten GV zwingend mit einer oder mehreren politischen Führungspersonen besetzt werden. Sie sollten aus unserer Sicht weder mit dem einen noch mit dem anderen Lager in Elm verbandelt sein. Andernfalls hat diese Vorlage an der Landsgemeinde wenig Chancen! Bürgerinnen und Bürger investieren nicht in einen Krisenherd! Die Existenz der Bahnen und ihrer vielen Angestellten unserer schönen Skigebiete Braunwald und Elm, die tagein, tagaus ihre Arbeit mit viel Herzblut und hoher Fachkompetenz verrichten, steht auf dem Spiel! Im Jahre 1291 sind im Rütli drei Eidgenossen zusammengestanden und haben geschworen, einander in schwierigen Zeiten mit allen Kräften beizustehen. Diese Einigkeit erwarten wir in Glarus Süd in Tat und Wirklichkeit auch!