Der Startschuss zur Bodenkartierung ist gefallen!

Das Ziel der Kartierung ist es, für alle Gebiete eine einheitliche, EDV-gestützte Bodenkarte zu erhalten. Diese dient weit mehr Zwecken, als nur der Ausscheidung von Fruchtfolgeflächen.



Startschuss zur Bodenkartierung: Ziel ist eine einheitliche EDV-gestützte Bodenkarte (Bild: eing.)
Startschuss zur Bodenkartierung: Ziel ist eine einheitliche EDV-gestützte Bodenkarte (Bild: eing.)

Letztes Jahr hat der Glarner Regierungsrat beschlossen, die Fruchtfolgeflächen (FFF) im Kanton genauer zu bezeichnen. Dazu muss die als FFF in Frage kommende Landwirtschaftsfläche von Bodenkundefachleuten kartiert werden. Das federführende Amt für Landwirtschaft hat die Vorarbeiten unverzüglich an die Hand genommen und das Projekt Bodenkartierung Glarus ausgearbeitet. Die Startsitzung hat letzte Woche stattgefunden und bereits sind die Fachleute im Feld an der Arbeit .

Ziel der Kartierung

Das Ziel der Kartierung ist es, für alle Gebiete eine einheitliche, EDV-gestützte Bodenkarte zu erhalten. Diese dient weit mehr Zwecken, als nur der Ausscheidung von FFF. Sie ist wichtig für den Natur- und Landschaftsschutz, den Grundwasserschutz, die Bodenbonitierung bei Landabtausch und bei möglichen Güterzusammenlegungen, nicht zuletzt auch für den haushälterischen Umgang mit Boden bei der Ausscheidung von neuen Baugebieten.

Die Kartierung wird etappiert: ·

Los 1 wird ab Februar bis Mitte 2007 bearbeitet werden und beinhaltet rund 330 Hektaren Landwirtschaftsflächen in der Linthebene. Betroffen sind die Gemeinden Näfels, Mollis, Niederurnen und Oberurnen (siehe Kartenausschnitt). ·
Los 2 wird, vorbehältlich der Bewilligung des Kredites durch den Landrat, im kommenden Herbst/Winter 2007/08 abgewickelt. Dieses Gebiet ist zweigeteilt mit den restlichen Flächen der Linthebene und Flächen der Gemeinde Bilten bis zur Kantonsgrenze.

Los 1 und Los 2 befinden gemäss kantonalem Richtplan im Perimeter „landwirtschaftliches Vorranggebiet, Gebiete in denen FFF ausgeschieden werden können (L1-3)“. Los 1 und 2 wird flächendeckend untersucht. Die betroffenen Eigentümer und Bewirtschafter des 1. Loses wurden vor wenigen Tagen schriftlich informiert. Die Kartierung wird von ausgewiesenen Fachleuten durchgeführt. Ein Experte sorgt für die einheitliche Qualität der zu liefernden Arbeiten.

Achtung bei Profilgruben

An ausgewählten Standorten werden Profilgruben ausgehoben, die voraussichtlich im April/Mai einige Wochen lang offen stehen werden, bis sämtliche Bodenproben entnommen sind. Diese Gruben sind mit Bändern markiert. Sie sind bei starkem Regen einsturzgefährdet weshalb sie nicht betreten werden dürfen.

Für Fragen stehen der Amtsleiter Marco Baltensweiler (Tel. 055 646 66 40) oder der Projektmanager Claude Lüscher (Büro Arcoplan, Ennetbaden: 056 203 40 20) zur Verfügung.