«Der Tee der drei alten Damen» nach Friedrich Glauser von Philipp Engelmann in Glarus

Am Freitagabend, 8. Februar, gastiert das Theater überLand aus Langenthal in Glarus. In der Aula der Kantonsschule Glarus gelangt das Stück «Der Tee der drei alten Damen», ein Genfer Krimi nach Friedrich Glauser von Philipp Engelmann, zur Aufführung.



Am Freitagabend
Am Freitagabend

Genf 1931. Der Engländer Walter Crawley, Botschaftssekretär eines indischen Randstaates beim Völkerbund in Genf, wird mit Anzeichen einer Vergiftung spätnachts bei der öffentlichen Toilette auf dem Place du Molard gefunden. Kurz darauf stirbt er im Spital. Diesem mysteriösen Gift sind nun bereits mehrere englische Staatsbürger erlegen. Im Verdacht steht der weltbekannte, morphiumsüchtige Universitätsprofessor Louis Dominicé. Doch so lange nicht handfeste Beweise gegen den Professor vorliegen, will der einflussreiche Staatsrat Martinet keine Verhaftung vornehmen. Unerwartet mischt sich Cyrill Simpson O’Key, ein als Zeitungsreporter getarnter Geheimagent der englischen Krone, ins Geschehen und auch die russische Topagentin Natascha Kuligina tritt auf den Plan. Welches Interesse haben die Geheimdienste dieser Länder am Toten und was hat es mit dem geheimnisvollen «Tempelorden der goldenen Himmel» auf sich?

Aus einem schlichten Mordfall entwickelt sich ein spannender, geistreicher und turbulenter Agentenkrimi – ein echter Glauser.

Friedrich Glauser wurde 1896 in Wien geboren. Sein autoritärer Vater wusste mit seinem missratenen Sohn nicht viel anzufangen. In seinem kurzen und rastlosen Leben wurde Friedrich Glauser Opfer der inhumanen Vollstreckungsgewalt zahlreicher helvetischer Institutionen; er verbrachte mehrere Jahre in Erziehungsheimen, Gefängnissen, in psychiatrischen Kliniken und später in der französischen Fremdenlegion. 1938 starb der Schriftsteller, einen Tag vor seiner Hochzeit, in Nervi bei Genua. Mit seinen «Wachtmeister Studer»-Krimis und seinem Fremdenlegionsroman «Gourrama» lässt sich dieser Schriftsteller nicht mehr aus der Schweizer Literatur wegdenken. Nach Glausers Tod schrieb Emmy Ball-Hennigs seinem Verleger: «Bitte teilen Sie mir mit, warum dieser seltsame, liebe Mensch eigentlich gestorben ist, am Leben oder an einer bestimmten Krankheit?»

Die Verantwortlichen der Glarner Konzert- und Theatergesellschaft laden Sie herzlich ein, die Aufführung in der Aula der Kantonsschule Glarus zu besuchen.