Eine starre Bevölkerungsbegrenzung löst die zugrunde liegenden Probleme jedoch nicht. Herausforderungen bei Verkehr, Infrastruktur oder Raumplanung verschwinden dadurch ebenso wenig wie regionale Engpässe beim Wohnraum.
Zudem darf die Asylpolitik nicht mit der regulären Arbeitsmigration vermischt werden. Gerade die Glarner, mit Blick auf die Überalterung der Gesellschaft, und Ostschweizer Wirtschaft ist auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen – unter anderem im Gesundheitswesen, im Gewerbe, in der Industrie, im Tourismus oder auf dem Bau.
Die Initiative gefährdet zudem den bewährten bilateralen Weg mit der EU. Dies würde den Wirtschaftsstandort Schweiz schwächen, den Zugang zum europäischen Markt erschweren und die Rekrutierung von Fachkräften zusätzlich belasten.
Es braucht deshalb keine pauschale Deckelung, sondern eine differenzierte Politik: mit konsequenten Regeln im Asylbereich, einer starken Wirtschaft sowie gezielten Investitionen in Infrastruktur, Wohnraum und Lebensqualität.
Der Vorstand der Glarner Wirtschaftskammer




