Der Wirtschaftsstandort Glarus ist auf die Personenfreizügigkeit angewiesen



Am 27. September stimmen die Stimmbürgerinnen und -bürger über die Kündigungsinitiative der SVP ab. Die wirtschaftsfeindliche Vorlage zielt direkt auf das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU. Ein Ja am 27. September hätte insbesondere auch für den Wirtschaftsstandort Glarus massive Konsequenzen.

Fakt ist: Die heute geltende Personenfreizügigkeit hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Mehr als das: Für viele Unternehmen ist es unabdingbar, dass sie bei Bedarf auf Fachkräfte aus dem europäischen Ausland zurückgreifen können. Das gilt ganz besonders auch für den Kanton Glarus, in dem über 40 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Industrie tätig sind. So sind zum Beispiel Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagebau sowie der Kunststoff- und Elektrotechnik besonders auf qualifiziertes Personal aus dem Ausland angewiesen.

Bei der Abstimmung vom 27. September geht es aber längst nicht nur um die Personenfreizügigkeit. Aufgrund der sogenannten «Guillotine»-Klausel wären gleich sechs weitere wichtige Wirtschafts- und Handelsabkommen von einer Annahme der Vorlage tangiert. Nebst der Wirtschaft wären auch die Bildung, die Forschung und letztlich die gesamte Gesellschaft betroffen. Genau deshalb braucht es ein klares Nein zur radikalen Kündigungsinitiative – auch aus dem Kanton Glarus.

Peter Rufibach, Präsident Glarner Handelskammer