Die 3 neuen Gemeinden mitgestalten

Die Plattform zukunft.gl lud an diesem Samstag zu einem Informationsanlass in die Aula der Kantonsschule Glarus ein. Junge GlarnerInnen hatte dabei die Möglichkeit unter Gleichgesinnten über die Zukunft des Kantons zu diskutieren.



Die Reform vor Augen: Landratspräsident und Interessierte am Anlass von zukunft.gl (Bildmontage: jhuber)
Die Reform vor Augen: Landratspräsident und Interessierte am Anlass von zukunft.gl (Bildmontage: jhuber)

Die letztjährige Landsgemeinde hat mit der Gemeindestrukturreform sehr hohe Wellen geworfen und das Image des Glarnerlandes schlagartig erhöht. Eine so tief greifende Veränderung wird es in vielen Jahren wohl kaum mehr geben. Im Verlauf der Reform werden viele bestehende Strukturen und Abläufe diskutiert und hinterfragt. Die Plattform zukunft.gl will dabei die jungen GlarnerInnen in diese Diskussion und Gestaltung mit einbinden und ihnen die Möglichkeit der Mitsprache aufzeigen. Schlussendlich sind es vor allem auch die Jungen, die in diesen neuen Gemeinden leben und arbeiten werden.

Die Reform ist auf Kurs

Zu Beginn des Anlasses informierte Landratspräsident, Martin Landolt, über die Arbeit, Erfolge und Ziele der Gemeindestrukturreform. Über elf Projekte müssen bis 2011 abgeschlossen werden und von der Glarner Bevölkerung per Landsgemeinde abgesegnet werden. Die ersten Früchte kommen bereits an dieser Landgemeinde vor das Volk. Im Mai werden die GlarnerInnen über die Kantonalisierung der Sozial- und Vormundschaftsbehörden. Begeistert und positiv überrascht zeigt sich Landolt über die Leidenschaft in den Kommissionen und Arbeitsgruppen. Auch ehemalige Kritiker der Reform stellen sich der Verantwortung und arbeiten mit Herzblut an der Verwirklichung. Abschliessend gab Landolt den Gästen den Rat sich vor allem auf Gemeindeebenen an der Gestaltung zu beteiligen.

Diskussionen in den Workshops

Nach dem Referat von Landratspräsident Landolt konnten sich die Gäste in verschiedenen Workshops über verschiedene Teilbereiche zu informieren und diskutieren. Im Workshop Volksrecht wurden die Vor- und Nachteile der Gemeindeversammlung und eines Gemeindeparlaments diskutiert. Der Grossteil der Teilnehmer bevorzugen dabei eine Mischung aus Gemeindeparlament, das über kleinere Ausgaben und Aufgaben bestimmen, und der traditionellen Gemeindeversammlung, bei der das Gemeindevolk über markante Aufgaben diskutieren soll. Alle waren sich jedoch einig, dass für jede der drei neuen Gemeinden die optimale Lösung gesucht werden sollte.

Der Anlass von zukunft.gl zeigte deutlich, dass mit der Reform dem Kanton aber auch jedem einzelnen Bürger eine grosse Chance gegeben wird. Die Frage bleibt nur, ob wir diese Chance nutzen und an der Gestaltung des Glarnerlandes mitwirken wollen. Leider nutzen an diesem Samstag noch ziemlich wenige junge GlarnerInnen die Chance bei zukunft.gl dabei zu sein. Es wird sich in den nächsten Jahren zeigen, in welchem Masse die Bevölkerung sich einbringen wird.