Das von Oberstleutnant im Generalstab Markus Mattig kommandierte 85 ist eines der neuen Bataillone der Gebirgs-Infanterie-Brigade 12 unter Brigadier Fritz Lier. Es ist rund 1’000 Mann stark, die sich auf sechs Kompagnien verteilen: eine Stabskompagnie, eine Logistikkompagnie und vier Infanterie-Kompagnien, ausgerüstet mit den klassischen Infanteriewaffen, mit Radschützenpanzern 93 Pirhana, Aufklärungsfahrzeugen 93/97 Eagle sowie Transportfahrzeugen und Lastwagen. Der Aufmarsch auf dem Zaunplatz war beeindruckend.
Erfahrene Leute
Zum ersten Dienst des bereits aus erfahrenen Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten zusammengesetzten Bataillons war das Kader ab dem 29. September eingerückt. Das Gros folgte am vergangenen Montag und nimmt folgende Standorte ein: Stab in Näfels; Stabskompagnie in Glarus, Logistikkompagnie in St. Gallenkappel, die vier Infanteriekompagnien in Mollis, Eschenbach, Oberurnen und Gommiswald/Kaltbrunn. Standortmässig besteht also ein glarnerisches Übergewicht, wie denn der Kanton Glarus in Nachfolge „seines“ Füsilierbataillons 85 die „Götti“-Rolle für die neue Einheit übernommen hat.
Bekräftigte „Götti“-Rolle
Diese war am 1. Juli bei der „Startfeier“ im Zeughaus Glarus, als Oberstleutnant Mattig aus der Hand von Brigadier Lier die Fahne in Empfang nahm, sowie an dem von der Glarner Offiziersgesellschaft organisierten Empfang vom 2. Oktober (darüber berichten wir im Innern des Blattes) bekräftigt worden, speziell auch durch Regierungsrat Dr. Andrea Bettag, Chef des Departements Sicherheit und Justiz.
Übung „Sola“
Der neue Truppenverband steigt militärisch sozusagen voll ein. Vom 12. bis 15. Oktober findet eine mehrtägige Einsatzübung im Raum Glarus-Linthebene statt. Sie trägt den Namen „Sola“ wie die altehrwürdige Burg bei Sool (und im Sooler Wappen). Das Bataillon wird Einsätze im Rahmen seines Auftrages, der Existenzsicherung und der Raumsicherung sowie Verteidigungsoperationen üben.
Es sei mit einem erhöhten Truppenaufkommen zu rechnen; an der Übung beteiligen sich auch Lufttransporteinheiten, die Polizei und Feuerwehren.
Ansprache des Bataillonskommandanten
Zu einer Fahnenübernahme gehört die Ansprache des Bataillonskommandanten, der sich damit seiner ganzen Truppen auch vorstellt. Oberstleutnant Mattig unterstrich, dass das Bataillon zum ersten Mal zusammensteht, und zwar in der Hauptstadt seines Patenkantons Glarus. Das Bataillon stehe aber in einer grossen Tradition und sei den Werten dieser Tradition verpflichtet, speziell was auch die Leistungsfähigkeit und Widerstandfähigkeit der Gebirgsinfanterie betreffe - „mit einer untrennbaren, starken Beziehung zu den Bergen, zur Natur und zur Schweiz“, für deren Erhalt man sich einsetze.
Das Feldzeichen symbolisiere ebenfalls Tradition, aber auch unsere Schicksalsgemeinschaft und all das, was wir beschützen und verteidigen wollen.
Die Fahne wurde alsdann an der Truppe vorbeigetragen, und der Fähnrich reihte sich in den Fahnenzug ein.




