Die Armee hilft im Glarnerland

Kantonale Führungsorganisation • Der Kanton Glarus hat die Schweizer Armee um Unterstützung bei der Bewältigung der Corona-Pandemie ersucht. Ab dem 1. April 2020 stehen 23 Soldaten im Glarnerland im Einsatz.



Die Schweizer Armee bewilligt ein Gesuch der Kantonalen Führungsorganisation um Unterstützung bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Sie entsendet insgesamt 21 Soldaten ins Glarnerland. Diese stehen ab dem 1. April 2020 im Einsatz. Die Unterstützung wird bis auf Weiteres gewährt. Die Soldaten sind im ehemaligen Schulhaus in Mühlehorn einquartiert. Dieses wurde vom Glarner Zivilschutz entsprechend eingerichtet.

Zehn Sanitätssoldaten helfen im Kantonsspital Glarus im Pflegebereich aus. Je nach Ausbildungsstand können ihnen auch komplexe Aufgaben, etwa auf der Intensivstation, zugeteilt werden. Sechs Soldaten unterstützen die Hotline des Kantons für Personen in schwierigen persönlichen oder familiären Situationen, das «Sorgentelefon». Fünf weitere Soldaten werden für Krankentransporte eingesetzt. Sie bringen ein Sanitätsfahrzeug der Armee mit, das die Flotte des Rettungsdienstes des Kantonsspitals ergänzt. Um für den Notfall bereit zu sein, wird die Besatzung des Sanitätsfahrzeugs das Glarnerland und die Region See/Gaster in den nächsten Tagen auskundschaften und deshalb auf den Strassen sehr präsent sein. Ein weiteres Fahrzeug dient dem Transport von Patienten zu Untersuchungen in der COVID-Praxis. Schliesslich unterstützen zwei Truppenköche die Küche des Zivilschutzes.

Bereits seit Mitte März 2020 stehen zudem Offiziere des Kantonalen Territorial Verbindungsstabes (KTVS) im Einsatz. Sie stellen innerhalb der Kantonalen Führungsorganisation die Verbindung zur Schweizer Armee sicher.