Die Ausnützungsziffer gehört abgeschafft!

Die SLB (Sozial-Liberale Bewegung) Kanton Glarus bittet die Mitlandleute an der Landsgemeinde dem Memorialsantrag § 3 betreffend Abschaffung der Ausnützungsziffer zuzustimmen.



Es ist doch ein Widerspruch, auf der einen Seite verdichtetes Bauen fördern zu wollen und auf der anderen Seite weiterhin mehr oder weniger strenge Ausnützungsziffern bestehen zu lassen. Es gibt auch nach deren Abschaffung noch genug Vorschriften, die den Gemeinden die Möglichkeit gibt, die Freiheiten der Bauherren einzuschränken. Die vielen älteren Reihenhäuser im Kanton zeugen davon, wie viel Wohn- und Lebensraum auf kleinster Parzellengrösse gebaut werden konnte. Beispiel: auf 90 m2 Bauland konnte ein Zweifamilienhaus gebaut werden mit einer 1½-Zimmer-Wohnung und einer 5-Zimmer-Wohnung auf insgesamt vier Geschossen plus Keller, plus kleiner Stall, Sitzplatz und noch ein kleiner Garten. Mit den heutigen Vorschriften undenkbar!

Unter §10 geht es um Sparmassnahmen. Es wird den Mitlandleuten vorgeschlagen, den Nettoaufwand für die Fischbrutanlage Mettlen auf 30 000 Franken zu reduzieren. Die Behörden sollen einfach Dienstleistungen konsequenter und zu höheren Ansätzen verrechnen. Bei einem guten Service Public sollen aber die erwähnten Dienstleistungen der Jagd- und Fischereibehörden ohne Erhebung von Gebühren erbracht werden. Gerade auch Führungen und Öffentlichkeitsarbeit sollen gefördert werden, dafür Rechnung zu stellen, widerspricht dieser Absicht. Somit sind diese Gesetzesänderungen (auf Seite 79 des Memorials Art. 9a (neu) sowie Seite 80 Art. 18 Abs. 3 (neu) und Art. 22a (neu) abzulehnen.

Bei den weiteren Geschäften kann sich die SLB den Anträgen im Memorial anschliessen, auch wenn da und dort Vorbehalte anzubringen wären.