Die besten Geschichten schreibt eben doch das Leben

Erfunden oder erlebt? Am letzten Donnerstag erzählte Emil in der lintharena Näfels Geschichten aus seinem Leben, obwohl nicht immer klar war, ob sie auch tatsächlich wahr waren.



Emil Steinberger begeisterte das Publikum durch seine Geschichten aus seinem Leben. (Bild: jhuber)
Emil Steinberger begeisterte das Publikum durch seine Geschichten aus seinem Leben. (Bild: jhuber)

Die Ikone des Schweizer Kabaretts, Emil Steinberger, besuchte am letzten Donnerstag im Rahmen von Kultur 2012 die lintharena in Näfels. Im Gepäck hatte er seine Bücher und eine ganze Ladung an Anekdoten und Erinnerungen. In der fast vollen Novalishalle erzählte er von belauschten Gesprächen im Speisewagen oder von Begebenheiten in New York oder Deutschland. Gewohnt sympathisch, mit einer guten Portion Schalk und ab und zu blitzte auch seine Komikeralterego «Emil» durch. Der Lachpegel schlug dabei immer wieder noch eine Portion weiter aus, wenn er mit der Hand die drei Engel zeigte. Dies habe er bei seinem Sohn eingeführt, als er ihm noch als Kind Geschichten erzählte, und dieser nicht immer wusste, ob der Vater diese tatsächlich erlebt hatte. Mit den drei Schwurfingern – den drei Engeln – zeigte er an, wenn sie eindeutig so erlebt wurden. Dabei war es auch für das Publikum am Donnerstag gerade bei diesen Geschichte, teilweise schwer vorstellbar, dass sich gerade diese Begebenheiten tatsächlich so abgespielt haben.

Für gut zwei Stunden unterhielt der auch im hohen Alter erstaunlich – vor allem geistig – fitte Künstler so Artikeldie Zuschauer/-hörer mit feinem, subtilen und erstaunlichem Humor.