Die Fasnacht 2017 wird lang und tierisch

Die fünfte Jahreszeit dauert 2017 fast rekordverdächtig lange, vom 7. Januar bis zum 5. März ist fast an jedem Wochenende etwas los. Neben der Mottovorstellung wurde am letzten Freitag das bunte Treiben bereits ordentlich vorgefeiert.




Nach der kurzen Saison in diesem Jahr, lässt sich die fünfte Jahreszeit im kommenden Jahr viel Zeit im Kanton Glarus. Dies konnte Angelo Ferrari, Präsident Glaferi, am letzten Freitag an der Mottoeröffnung erklären. Der Start ist dabei schon am 7. Januar mit der Eröffnung der Linthböllä in Glarus. Danach geht es Schlag auf Schlag, bis dann zwei Monate später am 5. März der grosse Umzug in Glarus traditionell den Abschluss macht. Erfreut zeigte sich Ferrari auch, dass in Mollis, Niederurnen und Netstal in letzter Zeit das bunte Treiben wieder aufgegriffen wurde und erfolgreich Veranstaltungen lanciert werden konnten. Dies zeigt, dass auch die Fasnacht dem Wandel und Entwicklungen unterliegt. Und wo Neues entsteht, kann es auch immer sein, dass Altes verschwindet. So musste sich die Fasnachtsgemeinschaft von den Heugümper aus Ennenda verabschieden. Zwar konnte die Guggä in diesem Jahr ihr 40-Jahr-Jubiläum feiern, an der Hauptversammlung wurde aber gleichzeitig die Auflösung aufgrund fehlenden, aktiven Musikern beschlossen. Am 11.11. gab die Formation nochmals ein Abschlusskonzert.

Der Blick war dann aber schnell auf die Zukunft gerichtet, denn schliesslich wurden hier die Mottos bekannt gegeben. In Nieder- und Oberurnen geht es auf beziehungsweise unter das Meer; mit den Mottos «Schiff Ahoi!» und «Unterwasserwelt». Ebenfalls tierisch wird es in Schwanden mit «Wild Africa». Einen kritischen Blick auf das «Lädelisterben» im Kantonshauptort wirft das Thema «Geisterstadt» in Glarus, gibt aber auch gute Möglichkeiten für kreative Kostüme. Ganz einfach wird es in Näfels, denn «z’Näfels isch alles mögli!» Während dann in Ennenda «d’ Spätzünder sind Trumpf!», heisst es im Wiggisdorf «Netstal rockt und rollt». Dazu begrüsst Mollis einen beliebten Gast, denn «Dr Globi bsuächt Mullis».

Dass sie auch bereit sind für die kommende Fasnacht, zeigten anschliessend die Guggen bei der grossen Party im «GH» Ennenda. Und die Konzerte rissen die fast rekordverdächtig vielen Besucher und Fasnachtsfreunde nicht nur im Saal, sondern auch zu Beginn auf dem Vorplatz vom Hocker. 2017 wird sich dann aber zeigen, ob sie auch das Stehvermögen für zwei Monate buntes Treiben haben.