«Die Frauen vom Zieblingerhaus» – ein Roman mit Bestsellerqualitäten

Buchstäblich überrollt wurden die Organisatoren Baeschlin Verlag AG, Verein «kulturzyt» und Soroptimisten Glarnerland vom Grossaufmarsch zahlreicher Literaturfreunde und Leseratten, darunter auffallend viele Frauen, die den Weg ins heimelige Café «Baumwollblüte» nach Ennenda fanden. Kein Wunder, denn niemand geringer als die Schweizer Schriftstellerin Hanna Steineger, eine der bekanntesten Buchautorinnen im deutschen Sprachraum, gab sich die Ehre.



Dabei rezitierte Schriftstellerin Steinegger einige Passagen aus ihrem neuesten Roman «Die Frauen vom Zieblingerhaus», eine akribisch recherchierte Geschichte aus der Blütezeit der Textilindustrie im 19. Jahrhundert. Ein Buch zum Verlieben, welches von der ersten bis zur letzten Seite von der Spannung und den Emotionen lebt und eigentlich in keinem Bücherregal fehlen sollte.

Wunderbarer Rückblick in die Vergangenheit

Beim Brand vom Uster im Jahre 1832 kommt während eines Arbeiteraufstandes einer der jungen Anführer ums Leben. Seine Witwe Barbara, geächtet und mittellos, versucht mit ihrer kleine Tochter Emma in ihrem Heimatdorf einen Neuanfang, der aber leider missglückt. Emma muss bei ausbeuterischen Verwandten als billige Magd dienen, Barbara verdingt sich in einer Weberei für einen Hungerlohn. Als sie bei einem kleinen Diebstahl erwischt wird, kommt sie ins Gefängnis in Oetenbach im Kanton Zürich. Doch dann geschieht ein kleines Wunder. In Zürich kann Barbara mit Emma ein neues Leben beginnen. Dank einer geschickten Heirat, unermüdlicher Tüchtigkeit und Mut zu neuen Ideen mausert sie sich zur geachteten Geschäftsfrau. Steineggers vierter Roman im Theo Gut-Verlag beeindruckt mit seinem sorgfältig recherchierten historischen Hintergrund., lebendig geschilderten Schicksalen der Land- und Stadtbevölkerung des 19. Jahrhunderts und der spannenden Geschichte eines ungewöhnlichen Frauenlebens.

Ambiente und Musik passten perfekt

Ort und Musik hätten nicht passender zu Hannas Steineggers Buchpräsentation «Die Frauen vom Zieblingerhaus» sein können. Einerseits war es das heimelige, schnuckelige Ambiente vom Café mit dem wohlklingenden Namen «Baumwollblüte», in dessen Räumlichkeiten Anfang des 19. Jahrhunderts die Baumwolldruckerei Daniel Jenny & Co. während der Blütezeit der Textilindustrie im Kanton Glarus die wunderschönen, vielfach von Hand bedruckten Batikstoffe produzierte und ihre Produkte auf den Weg in die weite Welt exportierten. Andererseits war es der professionelle Auftritt vom Streichquartett «Notabene», welches mit Werken aus der Zeit der historischen Handlung die Lesung und Buchpräsentation von Hanna Steinegger zu einem wahren Erlebnis für das Publikum werden liess.