Die Glarner BDP sagt «Danke, Röbi!»

Die BDP des Kantons Glarus hat sich bei zahlreichen verdienten Exponenten verdankt. Der emotionale Höhepunkt der Parteiversammlung war zweifellos der Rückblick auf die grossen Verdienste von Röbi Marti. Dass auch die Parolen für die beiden eidgenössischen Abstimmungsfragen gefasst wurden, war ausnahmsweise Nebensache.




Parteipräsident Kari Mächler durfte auch diese Versammlung mit einer Gratulation eröffnen. Die Landsgemeinde hat Walter Salvadori als neuen Verwaltungsrichter gewählt, womit die BDP den Sitz von Gabriel Weber erfolgreich verteidigt hat. Bei Letzterem bedankte sich die Partei ebenso wie beim scheidenden Gemeinderat und früheren Fraktionspräsidenten Ernst Disch mit grossen Applaus. Beide haben sich während Jahrzehnten (!) im Milizsystem für Land und Leute engagiert.

Dies gilt bekanntlich auch für den scheidenden Regierungsrat Röbi Marti. 1978 als Gemeinderat gestartet. Anschliessend Gemeindepräsident, Landrat, Landratspräsident und seit 1997 Regierungsrat. Geschichtsträchtig sind dabei sicherlich die Landsgemeinde 2006 und die ausserordentliche Landsgemeinde 2007, die er als Landammann umsichtig und souverän führte.

Parteipräsident Kari Mächler erinnerte aber auch an die emotionale Zeit der Entstehung der BDP. Es war damals eine grosse Erleichterung, von Beginn weg Regierungspartei sein zu dürfen und eine Persönlichkeit wie Röbi Marti in den eigenen Reihen zu wissen.

Kämpferisch zeigte sich Parteipräsident Kari Mächler für die kommenden Landratswahlen. Bürgerliche Vernunft entspreche zweifellos einem Bedürfnis der Glarnerinnen und Glarner. Die BDP habe zahlreiche und qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten. Dabei sei auch die junge Generation sehr gut vertreten.

Ja zum Geldspielgesetz. Nein zur Vollgeldinitiative

Nationalrat Martin Landolt erläuterte die beiden Vorlagen der eidgenössischen Volksabstimmung vom 10. Juni. Er relativierte dabei insbesondere die sogenannte Netzsperre beim Geldspielgesetz, die man sich in der Praxis als schlichten Warnhinweis vorstellen müsse. Viel wichtiger sei, dass mit diesem Geldspielgesetz weiterhin wichtige Mittel für Sport, Kultur und AHV zur Verfügung stehen. Gerade für die Vereine sei dies von grosser Wichtigkeit. Die Glarner BDP fasste anschliessend eine deutliche Ja-Parole.

Einstimmig abgelehnt wird hingegen die Vollgeldinitiative. Sie sei ein ebenso kompliziertes wie unnötiges Experiment und wolle etwas reparieren, was nicht kaputt sei. Vor allem aber bestehe die Gefahr, dass die Kreditvergabe komplizierter und teurer werde. Dies sei aus Sicht der Wirtschaft – insbesondere der KMU – vollkommen unerwünscht.