Die Glarner Jägerschaft tagte auf dem Kerenzerberg

Die Hauptversammlung des Glarner Jagdvereins, unter der speditiven Leitung von Präsident Lukas Vidoni, ging erfolgreich über die Bühne. Die Versammlung zeigte sich zufrieden mit der Arbeit des Vorstandes und genehmigte die anstehenden Traktanden. «Die Glarner Jagd» ist gut auf Kurs. Die verdienstvolle Ehrung des langjährigen Vorstandsmitgliedes, Hans Zopfi, Schwanden, der im Glarner Jagdverein nun etwas kürzertreten möchte, war ein weiterer Höhepunkt.



der geehrte Hans Zopfi
der geehrte Hans Zopfi

Der Glarner Jagdverein führte in Filzbach seine jährliche Hauptversammlung durch. Zwischenzeitlich sind es bald 20 Jahre her, seit das Glarner Jagdwesen im Glarner Jagdverein zusammengefasst ist. Ursprünglich ist der heutige Kantonale Verein aus den 3 Vereinen Glarner Patentjägerverein, Glarner Jagdschutzverein und DIANA Glarus entstanden.

Die Hauptversammlung wurde stimmungsvoll durch die Jagdhornbläsergruppe «Edelwyss», unter der musikalischen Leitung von Manfred Bertini, eröffnet. Ein sympathisches jagdliches Ambiente sorgte für den passenden Rahmen. Nach einem schmackhaften, gemeinsamen «Aser» aus der «Lihn»-Küche eröffnete der Präsident Lukas Vidoni, die Versammlung.

Nebst den rund 60 Vereinsmitgliedern ehrten auch verschiedene Gäste die Versammlung mit ihrem Besuch. Nebst dem für die Jagd zuständigen Regierungsrat Thomas Tschudi, Vorsteher Departement Bau und Umwelt, waren anwesend Nationalrat Markus Schnyder, Dr. Toni Merkle, Präsident Jagd Schweiz und Dr. Christoph Jäggi, Amtsleiter Jagd und Fischerei.

Zielgerichtet und speditiv führte Präsident Lukas Vidoni durch die Traktandenliste. Verschiedene Höhepunkte im abgelaufenen Vereinsjahr so u.a. die erfolgreiche Teilnahme des Glarner Jagdvereins am farbenprächtigen Umzug, ESAF 2025 in Mollis. Jagdhornbläser, Jagdhunde, ein toll geschmückter Umzugswagen bis hin zur charmanten Schweizer-Jägerin des Jahres, Melanie Glaus, ergaben ein sympathisches Bild unserer «Glarner Jagd». Die Abschusszahlen der Glarner Jagd 2025, die sich in den letzten Jahren auf stabilem Niveau bewegen, wurden von der Versammlung positiv zur Kenntnis genommen. Es hat sich auch im vergangenen Jagdjahr gezeigt, dass sich die «Glarner Jagd» mit den doch recht kurzen Jagdzeiten, im Sinne der hochgepriesenen Intervalljagd, auf erfolgreichem jagdlichen liberalen Kurs befindet. Das Training im jagdlichen Schiessen, im Sinne auch eines gelebten Tierschutzes, auf unserer Jagdschiessanlage im «Äschen/Obersee», ist ebenso ein bedeutender Teil unseres Tätigkeitsprogramms. Rechnungsabschluss und Revisorenbericht wurden ebenso einstimmig genehmigt.

Der bisherige Vorstand, unter der Führung von Lukas Vidoni, wurde bestätigt und mit zwei neuen Vorstandsmitgliedern, Anton Kurmann, Mollis und Daniel Bissig, Mitlödi hat sich der Vorstand komplettiert. Das austretende Vorstandsmitglied, Hans Zopfi, Schwanden, wurde durch Fritz Stüssi, Ehrenpräsident, verdienstvoll gewürdigt. Sein Leistungsausweis für den Glarner Jagdverein beziehungsweise unser Glarner Jagdwesen und speziell für unser Wild ist beispielhaft. Bei Hans Zopfi verbindet sich (Wild-)Theorie und Praxis vorbildlich.

Bei den Jagdvorschriften entschied sich die Versammlung für die Fortführung unserer bewährten, liberalen Glarner Jagd. Beim anstehenden «Wald-Wild-Bericht», gemäss den Erläuterungen von Christoph Jäggi, geht es in Berücksichtigung des auch in der Natur spürbaren Klimawandels, um den Schutz (eines klimaresistenten Waldes) aber auch um eine (jagdliche) Nutzung im Sinne klimafitter Wildbestände. Wohin die Reise geht, ist noch nicht klar zu erkennen. Eines liegt jedoch auf der Hand – grosse Würfe beziehungsweise Veränderungen sind weder notwendig noch angebracht. Die aktuelle «Marschrichtung» unserer Glarner Jagd stimmt.

Grussbotschaften überbrachten der zuständige Regierungsrat, Thomas Tschudi, der es einmal mehr verstand, der Versammlung auf sympathische Weise den regierungsrätlichen Dank zu überbringen. Aber auch uns «Glarner Jäger» wies er mit seiner liberalen Grundhaltung den guten Weg in die jagdliche Zukunft.

Der Präsident von Jagd Schweiz, Toni Merkle, verstand es ausgezeichnet, seine Botschaften an die Versammlung zu bringen. Wer Toni kennt, ist sich seiner empathischen Fähigkeiten bewusst. Er meinte treffend, wir Jäger sind eine Minorität in einer sehr anspruchsvollen Gesellschaft geworden. Jagd Schweiz ist das zentrale Gremium um auf höchster politischer Ebene, die dringend notwendigen Verbindungen, im Sinne unserer freiheitlichen, erlebnisreichen Jagd, herzustellen. Um die geforderten Ziele erreichen zu können, braucht es einen starken schweizerischen Verband (eine vertretbare kostendeckende Beitragserhöhung ist also unabdingbar). In unserem heutigen kritischen, gesellschaftlichen Umfeld sind also die Jagdverbände ein zentraler Multiplikator.

Eine Mitgliedschaft der Glarner Jägerinnen und Jäger im Glarner Jagdverein ist im Sinne einer zukünftigen, liberalen Jagd und speziell unserer schönen Glarner Jagd ein unabdingbar.

Am Schluss wurde noch im Rahmen des Tätigkeitsprogramms 2026 auf einen sog. Trichinenkurs (fachliche Entnahme von Proben bei erlegten Wildschweinen) hingewiesen. Vom Grundsatz her ist jedes erlegte Wildschwein, ob im In -oder im Ausland erlegt, einer veterinärmedizinischen Untersuchung zu unterziehen. Der Kurs dauert ca. 2 Stunden und wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Weitere Informationen finden sich ab Anfang Mai 2026 auf unserer Homepage.