Die Glarner SVP sagt 3-mal NEIN

Medienmitteilung der SVP Kanton Glarus zu den Abstimmungen vom 23. September 2018.




Für die «Fair-Food» und für die «Ernährungssouveränitäts»-Initiative setzte sich Frau Landrätin Dr. Priska Müller-Wahl ein, vor allem bezugnehmend auf die Förderung von regionalen Produkten oder die Massnahme gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Wogegen aber Nationalrat Marcel Dettling überzeugend konterte und sich vehement für ein Nein aussprach. Die zur Umsetzung der Initiative nötigen Kontrollen seien nicht umsetzbar und enorm teuer, ja sogar ein Eigengoal könnte daraus resultieren und die Bauern würden sogar Martkvorteile verlieren. Die «Fair-Food und die «Ernährungssouveränitats»-Initiative hätten ähnliche Ziele und Folgen. Die Mitglieder beschlossen einstimmig für beide Initiativen die Nein-Parole.

Den Bundesbeschluss zur Förderung der Velowege betrachtete Landesstatthalterin Marianne Lienhard aus Sicht des Kantons und plädierte aus föderalistischen Gründen für ein Nein. Zwar verspreche der Bund eine Mitfinanzierung, mache aber auch Auflagen. Die Versammlung fasste auch hier die Nein-Parole.

Gleich mitbehandelt wurde die sogenannte «Hornkuh»-Initiative. Veterinär Jakob Hösli informierte aus der Praxis über den Prozess des Enthornens oder über Verletzungen mit Horn-Kühen. Nationalrat Marcel Dettlin sagt, man müsse sich grundsätzlich die Frage stellen, ob dies auf Verfassungsebene geregelt werden müsse. Ob mit oder ohne Horn soll jeder Bauer selber entscheiden können. Auch dazu beschloss die Versammlung die Nein-Parole.