Seit 1995 kam es im Massiv des grossen Kärpf immer wieder zu kleineren und grösseren Felsabbrüchen, der grösste davon ereignete sich im September 2007, als ein ganzer Felsturm zu Tale donnerte. Dieser sukzessive Zerfall soll nun genauer untersucht werden. Das Geologische Institut der ETH Zürich möchte nun in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Naturgefahren des Kanton Glarus herausfinden, welche Gründe den Instabilitäten zu Grunde liegen; zum Beispiel welche Rolle der auftauende Permafrost dabei spielt.
In einer ersten Etappe werden mittels einer Masterarbeit die geologischen Grundlagen zum Prozessverständnis der Instabilität vertieft untersucht und mögliche Szenarien entwickelt. Der Student, der mit dieser Arbeit betraut wurde, konnte bereits im August dieses Jahres die Arbeit aufnehmen.
In einem zweiten Schritt der Forschungsreihe sollen flächenhafte Messungen mit modernsten Messmethoden und Instrumenten (unter anderem Radar-Interferometrie und weitreichende Laserscanner) erfolgen. Damit können interne Bewegungsmuster der Felszacken aufgezeigt und Verschiebungen der Felsmassen quantifiziert werden. Diese Messungen sollen je nach Witterung (es darf kein Schnee liegen) noch in diesem Herbst beginnen und 2010 weitergeführt werden.
Die Forschungsarbeiten können auch für den Kanton Glarus wertvolle Informationen liefern. Ein generelles Verständnis der Prozesse im Zusammenhang mit dem klimabedingten Rückzug des Permafrostes im Kärpfgebiet ist ein wertvoller Beitrag zur Beurteilung vergleichbarer Instabilitäten in weiteren Permafrostgebieten des Kantons Glarus.
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