Die Leaderposition gefestigt

Gleich viele Punkte wie der direkte Verfolger und nur dank dem etwas besseren Torverhältnis auf Platz 1 der Tabelle, so gestaltete sich die Ausgangslage vor der gestrigen Meisterschaftsrunde in Egg. Für das Fanion-Team der Hurricanes Glarnerland galt es jetzt die Nerven zu bewahren, um in der entscheidenden Schlussphase der Meisterschaft nicht doch noch abgefangen zu werden.



(Bild: zvg)
(Bild: zvg)

Im ersten Spiel an diesem trüben Sonntag warteten die Jona-Uznach Flames auf die Mannen von Spielertrainer Florian Muhl. Im Hinspiel konnte man diesen mit ehemaligen Nati-A-Cracks gespickten Gegner noch mit 3:0 besiegen und die Wirbelwinde waren gewillt, diese Leistung zu wiederholen. Die erste Spielhälfte verlief dann auch grösstenteils nach Wunsch der Glarner. Das eigene Spiel konnte gut aufgezogen und die Abschlüsse immer wieder gefährlich auf das gegnerische Tor gebracht werden. Nach den ersten 20 Minuten hiess es dann 3:1 aus Sicht der Glarner. Einzig mit der Defensivleistung konnte man nicht ganz zufrieden sein, da zu viele vermeidbare Eigenfehler in der eigenen Platzhälfte produziert wurden.

In der zweiten Hälfte der Partie konnte man die Fehlerquote dann auf ein Minimum herunterschrauben und das Angriffsspiel intensivieren. Obwohl beide Mannschaften recht ausgeglichen agierten, hatten die Wirbelwinde das Momentum auf ihrer Seite und die Tore fielen am Laufmeter. Bis zum Schlusspfiff hiess es 8:1 für Glarner, welche somit ihrer Favoritenrolle gerecht wurden.

Nach der obligaten Spielpause hiess der zweite Gegner UHC Lokomotive Stäfa, welcher in der unteren Tabellenhälfte platziert war und gegen den man unbedingt einen Sieg einfahren musste. Von der ersten Sekunde hinweg zogen die Glarner ihr schnelles Pass- und Angriffsspiel auf und liessen Gegner und Ball laufen. Mehrheitlich im Ballbesitz, konnte man so den Gegner in der eigenen Platzhälfte festschnüren und das Spiel gestalten. Bis zur Halbzeitpause hiess es dann wieder 3:1 für die Hurricanes. Eine Unaufmerksamkeit in der Defensive, gut 10 Sekunden vor Schluss, brachte den stark aufspielenden Torhüter Marti dann aber um die weisse Weste. Nach dem Pausentee schienen die Wirbelwinde aber den Kopf nicht mehr bei der Sache zu haben. Stäfa schaffte es mit hartnäckiger Arbeit den Ball zweimal hinter die Linie zu drücken und so den Ausgleich zu erzielen. Spielertrainer Muhl reagierte darauf mit einigen Umstellungen und einem Weckruf an seine Mannschaft, welcher sein Ziel nicht zu verfehlen schien. Zuerst überstand man eine doppelte Unterzahlsituation und danach schaffte es Reithebuch mit einem Mann weniger auf dem Feld, die erneute Führung herzustellen. Stäfa hoffte zwar noch auf den Exploit gegen den Tabellenleader und wechselte so kurz vor Schluss seinen Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler ein. Die Angriffe der nun anrennenden Zürcher konnten aber allesamt abgewehrt werden und Reithebuch und Polli schafften es, bis zum Schlusspfiff den Ball noch zweimal im verwaisten Gehäuse von Stäfa unterzubringen.

Damit war auch dieser Sieg im Trockenen und die Glarner verteidigen die Tabellenführung. Noch besser, die direkten Verfolger patzten alle und liessen Zählbares liegen. Somit führen die Glarner auch wieder nach Punkten und sind dem Saisonziel «Aufstieg» einen weiteren Schritt näher gekommen.