Die letzten Glarner Kartoffeln sind zu haben

Die Kartoffeln aus dem Projekt «Teilen auf dem Acker» waren am vergangenen Samstag in Glarus heiss begehrt. Fast die gesamte Ernte ist verkauft. Wer sich noch ein Stück Glarner Landwirtschaft sichern möchte, hat jetzt die Gelegenheit dazu. Und wer wissen will, wie ein Spitzenkoch die alte Glarner Kartoffelsorte Röseler zubereitet, sollte bei Markus Gass in Ziegelbrücke vorbeischauen.



Auf die Glarner Kartoffeln gab es am 26. September grossen Ansturm. (Foto: Vera Ziltener)
Auf die Glarner Kartoffeln gab es am 26. September grossen Ansturm. (Foto: Vera Ziltener)

Eine erfolgreiche Ernte mit viel Herzblut
Am vergangenen Samstag durfte das Team von KlimaGlarus.ch mit zahlreichen Freiwilligen in Glarus erleben, wie gross das Interesse an regional angebauten Kartoffeln ist. Fast die gesamte Ernte fand ein neues Zuhause. Ein kleiner Restbestand wartet nun noch auf Menschen, die Freude an besonderen Glarner Kartoffeln haben.

Dabei war der Weg bis zur Ernte alles andere als einfach. Die anhaltende Trockenheit und der Kartoffelkäferbefall stellten das Projekt vor grosse Herausforderungen. Dank des unermüdlichen Einsatzes vieler Freiwilliger konnten die Kartoffelpflanzen regelmässig kontrolliert und von Käfern, Larven und Eiern befreit werden. So gelang es, die Kartoffeln ohne chemische Schädlingsbekämpfung anzubauen.

Der Röseler erobert die Gourmetküche
Besonders stolz ist das Projekt auf den Röseler, eine alte Glarner Kartoffelsorte, die im Rahmen von «Teilen auf dem Acker» angebaut wird. Die traditionsreiche Knolle beweist, dass regionale Lebensmittel auch in der Spitzengastronomie ihren Platz haben. Spitzenkoch Markus Gass, ausgezeichnet mit 17 Gault-Millau-Punkten, bringt den Glarner Röseler in Ziegelbrücke auf den Teller. Wer neugierig ist, wie ein Spitzenkoch aus einer einheimischen Kartoffel ein kulinarisches Erlebnis zaubert, hat bei ihm die Gelegenheit, den Röseler zu probieren.

Damit schlägt das Projekt eine Brücke zwischen Landwirtschaft, freiwilligem Engagement und Gastronomie. Der Röseler steht stellvertretend für die Vielfalt regionaler Lebensmittel, die es zu entdecken und zu bewahren gilt.

Die letzten Glarner Herdöpfel warten auf dich!
Nach dem erfolgreichen Verkauf vor der Markthalle in Glarus ist nur noch ein kleiner Restbestand übrig. KlimaGlarus.ch freut sich, wenn auch die letzten Kartoffeln ihren Weg in die Glarner Küchen finden.

Mit dem Kauf der regional angebauten Kartoffeln wird gleichzeitig ein Projekt unterstützt, das Menschen zusammenbringt, die regionale Landwirtschaft stärkt und alte Kartoffelsorten wieder bekannter macht.

Interessierte können sich direkt bei KlimaGlarus.ch per Mail melden und angeben, wie viele Kilogramm sie gerne kaufen möchten. Die Abholtermine werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. Weitere Informationen zum Projekt und der diesjährigen Kartoffelsaison gibt es auf der Webseite.

Über KlimaGlarus.ch
KlimaGlarus.ch ist ein gemeinnütziger Verein, der hauptsächlich auf Freiwilligenarbeit basiert und sich für ein zukunftsfähiges Glarnerland engagiert. Der Verein vernetzt Menschen und Organisationen und setzt gemeinsam mit lokalen Partner:innen konkrete Projekte in den Bereichen Energie, Wirtschaft, Landwirtschaft, Bauen und Konsum um.

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