Die liebe Schöne und das sympathische Biest

Toller Auftakt am Mittwochabend auf der Walenseebühne: Bei prächtigem Wetter sahen die Premierengäste in einer perfekten Inszenierung das hinreissende Musical «Die Schöne und das Biest».




Die Verantwortlichen der Walenseebühne um Marco Wyss hatten einen guten Riecher für dieses Jahr, das bekannte Musical «Die Schöne und das Biest» auszuwählen. Es ist das wohl älteste Märchen der Welt. Die Liebesgeschichte handelt von Tapferkeit und Liebe, von Habgier und Neid, von Zauberern und Feen, Hexen und Magie. Was viele nicht wissen: Das Märchen ist bereits 1740 in Frankreich entstanden und wurde seither auf zahlreichen Bühnen, im Kino und in Fernsehserien auf unterschiedlichste Art inszeniert.

Rührende Geschichte

Es ist ja so ein rührendes Märchen, die Geschichte um die schöne, liebe und freundliche Bella, die sich für ihren verarmten Vater bereit erklärt ins Schloss des bösen Tiers – dem Biest – zu gehen, um die Schulden zu begleichen. Das Biest ist eigentlich ein Prinz, der einst wegen seiner Grobheit und Unmenschlichkeit von einer Fee in ein Biest verwandelt wurde. Der Fluch des Biests kann nur gelöst werden, wenn sich ein Mädchen in ihn verliebt.

Aus Zuneigung wird Liebe

Das Biest empfängt Bella höflich, aber reserviert, aber der Schönen gelingt es, beim Biest langsam Zuneigung zu erwecken. Freiwillig kehrt sie sogar wieder ins Schloss zurück, nachdem sie kurz zu Hause war, und hält sich somit an das Versprechen gegenüber dem Biest. Und wie es zu einem Märchen gehört, sie erkennt, dass es nicht Mitleid ist, die sie mit dem Biest verbindet, sondern Liebe. Sie gesteht ihm ihre Liebe und und löst damit den Fluch, der auf dem verwunschenen Prinzen, dem Schloss und all seinen Bewohnern gelastet hat.

Eine überzeugende Aufführung

Die bei prächtigem Sommerwetter sehr gut besuchte Premiere am Mittwochabend hat in allen Belangen voll überzeugt. Die 24 Profi-Darstellerinnen und -darsteller glänzten durch gute Stimmen und eine tolle Bühnenpräsenz. Einmal mehr war Eveline Suter als Bella eine Hauptfigur auf der Walenseebühne, und sie begeisterte auch dieses Mal. Aber auch alle andern Rollen, natürlich das Biest, der besorgte, verarmte Vater, der eingebildete Gustav, die Fee oder die selbstsüchtigen Schwestern waren hervorragend. Das Bühnenbild zeigt auf der einen Seite als Holzkonstruktion ein etwas verarmtes Dorf und auf der Gegenseite die gläserne Konstruktion eines verwunschenen Schlosses. Auch die Tanzeinlagen des Balletts, die Kostüme, das Licht und das Live-Orchester waren überzeugend.

Das Premierenpublikum honorierte die hinreissende Darbietung mit Standing Ovations und minutenlangem Applaus.

Das Musical wird noch bis zum 28. Juli an verschiedenen Daten auf der Walenseebühne gespielt.