Es sind drei Patienten, die sich als Physiker ausgeben und im Sanatorium von Dr. Mathilde von Zahn wohnen. Einer von ihnen hat eine spürbar bahnrechende Entdeckung gemacht. Es geht um nichts anderes als die Vernichtung der Welt.
Andere sind darauf aus, ihm das Geheimnis zu entlocken. Vor Mord wird nicht zurückgeschreckt, Möbius, Newton und Einstein agieren – wie die anderen Schauspielerinnen und Schauspieler auch – temporeich, wortstark, riesig beseelt.
Das gesamte Geschehen birgt eine Überfülle an Gefühlen, ist enorm beseelt, witzig, ausgestaltet Die vielen spürbar enorm Anteil nehmenden Gäste haben sich zu Beginn mit ungewohnten, vom gewohnten Alltag meilenweit entfernten Geschehnissen auseinanderzusetzen. Gerne lässt man sich darauf ein, sieht sich mit gar verblüffenden Tatsachen konfrontiert.
Die Patienten im Sanatorium halten sich für Albert Einstein, Isaac Newton und Johann W. Möbius. Letzterer sieht sich als Befehlsempfänger von König Salomon.
Ein Mordfall ist bereits Tatsache. Der Patient Ernesti, als Einstein agierend, hat die Tat an der Pflegerin gestanden. Es schaltet sich die ermittelnde Polizei mit dem riesig leidenschaftlichen, zuweilen glücklos und tatfern auftretenden Kriminalinspektor Voss ein.
Es ist eine kompakte Sache, mit Anschuldigungen, Liebesbeteuerungen, forsch auftretenden Geheimagenten, stimmungsstarken Momenten, mit Tränen, Verzweiflungen, Genuss, hoher Präsenz der Agierenden, es sind Momente, die sich in kurzweiligen Wechseln aneinanderreihen, in einem Bühnenbild, das alle Wechsel gestattet: Platz für Liebende, Stätte der Mörder, Vernehmungsort, kulinarischem Genuss, hochkarätig Physikalisches, mit irgendwelchem Glaubensbezeugungen verbunden, Liebesbeteuerungen. Alles löst sich in kunstvollen Wechseln ab – blitzschnell, keck, riesig gefühlvoll. Das Geschehen ist gar kurzweilig ineinander verzahnt.
Es bedarf grosser Aufmerksamkeit, um allem folgen zu können, sich den wechselnden Geschehnissen zu widmen. Gesellschaftliches, Wissenschaftliches, Zwischenmenschliches, Aufbegehren, Beschuldigen, Erfragen, Mitleiden, Mordgelüste, Ermittlungen, Lautstarkes – alles hatte seinen Platz und wurde so packend und kurzweilig ausgespielt.
Herzlich und verdient anerkennend war der lange Applaus – samt Rückkehr in die reale Welt, in der sich zuweilen Ähnliches abspielt.














