Die Qual der Wahl bei den Gemeinderatswahlen in Glarus Nord

Vier Kandidaten und eine Kandidatin werben zurzeit um die Gunst der Wählerschaft der Gemeinde Glarus Nord. Am Wochenende, 27. September, befinden die Stimmberechtigten, wer Nachfolger der demissionierenden Gemeinderäte Hansjörg Stucki und Pascal Vuichard für die restliche Amtszeit 2018–2022 werden soll. Zur Wahl stellen sich Priska Grünenfelder, Christian Beglinger, Daniel Landolt, Fridolin Staub und Oliver Gupta. Alle Kandidaten präsentierten sich in bestem Licht und sind valable Kandidaten. Gemäss einer nicht repräsentativen Umfrage dürfte es vermutlich zu einem zweiten Wahlgang kommen.



Die von Näfelser alt Gemeindepräsident Fridolin Hauser, alias Osterhazy, seit Jahren moderierten überparteilichen Podiumsgespräche vor kommunalen Wahlen haben Tradition und sind sowohl bei den Kandidatinnen und Kandidaten als auch bei den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern sehr beliebt. Trotz Corona fanden sich erfreulich viele Interessierte, Parteikolleginnen und -kollegen sowie Freunde und Bekannte im Jakobsblick in Niederurnen ein.

Alles valable Gemeinderatskandidaten

Moderator Fridolin Hauser zeigte sich wie immer in bester Laune und ermöglichte den Gemeinderatskandidaten, sich innerhalb einer kurzen Redezeit selbst vorzustellen. Das gelang allen Protagonisten gut oder vielleicht etwas weniger gut. Die erste Prüfung auf dem Weg zur Gemeinderätin oder zum Gemeinderat war jedenfalls bestanden! Im Anschluss darauf ging es aber ans Eingemachte! Moderator Hauser verstand es hervorragend, die «Prüflinge» aus ihrer Reserve zu locken. Diese wurden mit verschiedenen Fragen aus dem Publikum buchstäblich durchlöchert. Es waren durchwegs Fragen mit den künftigen Tätigkeiten als Gemeinderätin oder Gemeinderat der Gemeinde Glarus Nord. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Kandidaten ausnahmslos wie immer vor Wahlen hoch und heilig viel versprechen, ob sie ihre Versprechungen dann auch halten, ist wiederum ein anderes Paar Schuhe! Man wolle sich voll und ganz für die Geschicke der Gemeinde einzusetzen, Sachpolitik soll über Parteiinteressen stehen, so lautete durchwegs der Tenor. Ob geübte Rhetorik, schlagfertige Antworten und gute Argumentationen Priska Grünenfelder und ihren vier Kontrahenten Christian Beglinger, Daniel Landolt, Fridolin Staub und Oliver Gupta etwas gebracht haben, wird sich weisen. Die Zensuren werden auf dem Wahlzettel gemacht, und hier dürfte die Persönlichkeit der Kandidaten eine wesentliche Rolle spielen, denn Gemeinderatswahlen sind bekanntlich Persönlichkeitswahlen!

Kommt es zu einem zweiten Wahlgang?

Kurz vor Ende des interessanten Wahlpodiums warf Moderator Hauser die ketzerische Frage in die Runde, wie der Wahlgangausgang für die Ersatzwahlen in den Gemeinderat Glarus Nord ausgeht. Das Publikum war einhelliger Meinung: «Es wird am 25. Oktober 2020 zu einem 2. Wahlgang kommen!» Damit ist das Rennen eröffnet – viel Glück der Kandidatin und ihren männlichen Konkurrenten!