Der Grundstein zu all den Erfolgen der Bank liege aber in der Veränderung. Die alten Raiffeisengrundsätze, zeitgemäss ausgelegt, haben es möglich gemacht, dass sich diese Raiffeisengruppe in den letzen Jahren langsam, stetig und unaufhaltsam gewandelt hat. Auch wenn diese Veränderungen nicht immer auf Gegenliebe gestossen seien, sie waren nötig. So eröffnete Verwaltungsratspräsident Hansueli Leisinger die 78. Generalversammlung der Raiffeisenbank Glarnerland.
Erfolgreich eingeführter Marktauftritt
Die Glarner Raiffeisenbank sei mit den übrigen Raiffeisenbanken den Weg der Modernisierung gegangen und habe sich gleichzeitig Innen und Aussen erneuert. Der ganze Veränderungsprozess sei mit dem, im vergangenen Jahr erfolgreich eingeführten Marktauftritt, nicht abgeschlossen. Es seien bereits Schritte für die nächsten Jahre geplant. „Auch das Glarnerland steht mitten in einem Veränderungsprozess und es ist für uns Glarnerinnen und Glarner von höchster Wichtigkeit, dass die Veränderungen in eine erfolgreiche Zukunft führen. Die Welt wartet nämlich nicht auf das Glarnerland. Und der neue Finanzausgleich des Bundes darf nicht die einzige Veränderung sein.“ Weiter führte Hansueli Leisinger aus, dass es nicht sein dürfe, dass jetzt „Dörfligeist“, Egoismus und Kleinkarriertheit zu Verteilkämpfen von Amtsstellen, Aufgaben und Zuständigkeit führe. Erfreulich, dass die Bilanzsumme der Bank, welche allerdings nur über die Grösse einer Bank etwas aussage, um gut 10 Prozent auf gegen 281 Millionen Franken gestiegen sei. Es sehe so aus, als ob man gegen Ende dieses Jahres an der 300-Millionengrenze „knabbern“ werde. Mit dem Aufruf: „Wir alleine haben es in der Hand. Verdienen wir uns gemeinsam eine erfolgreiche Zukunft“ schloss der VR-Präsident seinen Jahresrückblick.
Bruttogewinn erstmals über 2 Millionen Franken
Anschliessend konnte der Bankleiter, Stefan Hirt, den zahlreich erschienenen Genossenschafter und Gästen durchwegs erfreuliche Zahlen melden. So sei die Bilanzsumme der Bank in den letzten fünf Jahren um rund 60 Prozent auf heute über 280 Millionen Franken gestiegen. Weiter habe das Kreditvolumen im vergangene Jahr um 9.8 Prozent oder rund 22.8 Millionen Franken zugenommen. Dies bedeute auch, dass der Anstieg über dem Marktwachstum liegt, was wiederum bedeutet, dass die Bank ihren Marktanteil im Kanton Glarus weiter ausbauen konnte. Im Jahre 2006 seien gegen 90 Prozent der gewährten Kredite mit Geldern der Genossenschafter finanziert worden. Das heisst, dass das Geld auch da arbeitet wo die GenosschenschafterInnen wohnen, nämlich im Kanton Glarus. Erfreulich natürlich, dass der Bruttogewinn im vergangenen Jahr erstmals die zwei Millionen Grenze überschritten hat und mit 2.28 Mio Franken zu Buche steht. Das entspricht einer Zunahme von 18.7 Prozent. Vergleiche man den Bruttogewinn aus dem Jahr 2002/03, in welchem die Weichen für die Eröffnung der Geschäftsstelle in Glarus gestellt wurden, mit dem Ergebnis des letzten Jahres zeigt sich klar, dass der Schritt nach Glarus im Mai 2003 erfolgreich verlief. Auch bei den Mitgliedern konnte Stefan Hirt eine Zunahme von 9.7 Prozent auf heute 4.668 Mitglieder vermelden. „Auch Sie als Kunde können mithelfen, dass die Bank Erfolg hat, denn sie als Kunde sind der beste Werbeträger für uns. Erzählen sie möglichst vielen Bekannten und Freunden, wie sehr sie mit der Raiffeisenbank Glarnerland zufrieden sind.“ Am Schluss seiner Ausführungen bedankte sich der Bankenleiter auch bei seinen Mitarbeitern, ohne deren grossen Einsatz diese guten Resultate nicht zustande gekommen wären.
Kooperation Raiffeisengruppe und die Vontobel Gruppe
Landratspräsident Martin Landolt, seit dem 1. Februar 2007 bei der Bank Vontobel Verantwortlicher für Marketingfragestellungen innerhalb der der Raiffeisenkooperation gab den Anwesenden einen kurzen Abriss seiner neuen beruflichen Herausforderung. Die Raiffeisengruppen und die Vontobelgruppe könnten fast nicht unterschiedlicher sein. Und trotzdem, sondern genau deswegen sei die Kooperation der beiden Unternehmungen sinnvoll und erfolgreich. Die beiden Unternehmen hätten sich gegenseitig sehr viel zu geben, würden sich aber auf der andern Seite praktisch nichts wegnehmen. Auf dieser Basis wurde eine langfristige Kooperation eingegangen, welche strategisch und auch vertraglich stark verankert sei. Diese Kooperation basiere auf drei Eckpfeilern und zwar enge Zusammenarbeit im Anlagegeschäft, Übernahme der Wertschriftenabwicklung und –verwaltung von Raiffeisen durch Vontobel und eine Beteiligung von Raiffeisen mit 12.5 Prozent am Aktienkapital.
Nachdem die Versammlung der Statutenrevision einstimmig zustimmten, verabschiedete der VR-Päsident die Mitglieder im Aufsichtsrat. Als sechstes Mitglied in den Verwaltungsrat der Bank wurde Franco Antoniazzi, welcher zuvor aus dem Aufsichtsrat verabschiedet wurde, einstimmig gewählt.
Anschliessend liessen sich die GenossenschafterInnen von der feinen Küche der linth-arena sgu verwöhnen.
Einmaliges Konzert mit Balafon, Piano und Gesang




