Die richtigen Schritte zur richtigen Zeit

«Der Fahrplan stimmt,» gehört zu den häufigen Statements der Projektleitung Kanton „GL2011: 3 starke Gemeinden – 1 wettbewerbsfähiger Kanton“. Ein Blick in den Zeit- und Massnahmenplan der Gemeindestrukturreform zeigt: Die Aussage hat Hand und Fuss



Urs Kundert im Büro. (Bild: eing.)
Urs Kundert im Büro. (Bild: eing.)

Das Büro von Urs Kundert an der Zwinglistrasse 6 in Glarus hat zwar eine stattliche Grösse, viel Platz hat es darin aber nicht mehr. Ordner türmen sich hier und ein Blick zeigt sofort: Vieles davon behandelt Themen rund um die Gemeindestrukturreform. Hier bei der Fachstelle für Gemeindefragen im Departement „Volkswirtschaft und Inneres“ laufen die Fäden der Gemeindestrukturreform „GL2011: 3 starke Gemeinden – 1 wettbewerbsfähiger Kanton“ zusammen. Der Leiter der Fachstelle, Urs Kundert, fungiert in diesem Projekt als „die rechte Hand“ von Regierungsrätin Marianne Dürst und trägt dafür Sorge, dass das Projekt fahrplanmässig voranschreitet. Ein wesentliches Instrument dabei ist der Zeit- und Massnahmenplan, der im August als handliche Broschüre der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Ein Blick in diese Broschüre lohnt sich. Er zeigt, dass die Aussage „Wir halten den Fahrplan ein“ auf Tatsachen gründet. Bereits sind 3 Projekte im Verantwortungsbereich der Projektleitung Kanton abgeschlossen, 9 weitere sind unterwegs und nur 5 sind noch in der Warteschlaufe.

Zeit- und Massnahmenplan des Gemeindestrukturprojektes

«Der Zeit- und Massnahmenplan ist in verschiedener Hinsicht wichtig,» führt Urs Kundert aus. «Für die Projektleitung Kanton, die Projektleitung Gemeinden und für den Regierungsrat sowie für den Landrat ist er ein wichtiges Kontrollinstrument. Gegenüber der Bevölkerung und interessierten Zielgruppen schafft er Transparenz darüber, wo wir stehen.» Erarbeitet wurde das Dokument von Urs Kundert zusammen mit dem Fachberater Jean-Claude Kleiner und im Dialog mit der Projektleitung Kanton, den verschiedenen Teilprojektleitungen sowie mit der Glarner Regierung. Hat «GL2011: 3 starke Gemeinden – 1 wettbewerbsfähiger Kanton» erst seit der Drucklegung des Zeit- und Massnahmenplanes einen verbindlichen Fahrplan? «Nein, natürlich nicht,» schmunzelt Urs Kundert, weil er diese „Unterstellung“ immer mal wieder zu hören bekommt. «Wir haben von Anfang an nach einem präzisen Zeitplan gearbeitet. Dieser war auch stets einsehbar und publik. Hingegen war es erst im Verlaufe dieses Jahres möglich, die Planung deutlich zu vertiefen und jedes Projekt bis ins Detail herunter zu brechen.» Um die Transparenz zur Gemeindestrukturreform zu erhöhen, wurde der Zeit- und Massnahmenplan in einer eigenen Broschüre dargestellt und zu jedem einzelnen Projekt die wesentlichen Meilensteine erläutert. Die Projektleitung Kanton arbeitet jedoch mit einem noch weit genaueren Instrument, indem jeder Teilprojektschritt festgehalten und der budgetierte Zeitbedarf zugeordnet wurde. «Da dieses umfangreiche Dokument aber keine leichte Lektüre ist, wollten wir den Zeit- und Massnahmenplan für die Bevölkerung und interessierte Zielgruppen leicht verdaubar darstellen. Das haben wir mit der Broschüre getan.»

Lässt sich ein so grosses Projekt überhaupt präzise planen, wollen wir von Urs Kundert wissen? «Ja, allerdings nur in einem gewissen Rahmen,» erläutert der Leiter der Fachstelle für Gemeindefragen. «Natürlich gibt es in so einem grossen Projekt immer wieder Unplanbares und Unvorhersehbares. Darauf müssen wir flexibel reagieren und das Management den neuen Gegebenheiten anpassen. Deshalb bezeichnen wir auch den Zeit- und Massnahmenplan als flexibles Instrument. Aber je besser wir die einzelnen Projektschritte planen, desto leichter und präziser können wir auf Veränderungen reagieren.» Voraussetzung dafür ist gemäss Urs Kundert allerdings auch ein kooperatives und vertrauensvolles Zusammenarbeiten auf allen Ebenen. Und dies sei gegeben: «Die Zusammenarbeit ist gut und konstruktiv. Was mich besonders freut: Auch Personen, die nicht nur Freude an der Gemeindestrukturreform haben, helfen mit, die besten Lösungen für die drei künftigen Gemeinden zu erarbeiten.» Was ist für ihn der wichtigste Meilenstein? « «Gemäss Zeit- und Massnahmenplan ist es die Landsgemeinde 2009. Voraussetzung dafür ist selbstverständlich, dass die Glarnerinnen und Glarner uns das Vertrauen an der ausserordentlichen Landsgemeinde Ende November bestätigen.» An der Landsgemeinde 2009 wird die Glarner Bevölkerung zahlreiche Beschlüsse zur Gemeindestrukturreform fällen. So werden dann finanzpolitische Entscheide sowie Entscheide im Zusammenhang mit den Gemeindeverwaltungen, den Gemeindewerken und den Schulen auf der Traktandenliste stehen. Diese wichtigen Geschäfte werden den Weg für den zweiten Teil der Gemeindestrukturreform weisen.

Broschüre Zeit- und Massnahmenplan

Die Broschüre „Zeit- und Massnahmenplan“ zum Projekt „GL2011: 3 starke Gemeinden – 1 wettbewerbsfähiger Kanton“ kann bei der Fachstelle für Gemeindefragen kostenlos bezogen oder von der Homepage www.gl2011.ch heruntergeladen werden:

Departement Volkswirtschaft und Inneres
Fachstelle für Gemeindefragen
Zwinglistrasse 6
8750 Glarus

E-Mail: [email protected]