Die Schützenelite der Schweiz trifft sich in Näfels

Nächsten Samstag, 12. Oktober, um 09.00 Uhr begrüsst Jürg Fischli am 13. Glarner Sommercupfinal in Näfels die besten Nachwuchs- und Eliteschützen im Luftgewehrschiessen.



Bereits ist wieder ein Jahr vergangen und die Athleten aus der ganzen Schweiz schossen während dem Sommer ihre Qualifikationsrunden. In zum Teil grossartigen Duellen kämpften die Elite- sowie Nachwuchsschützen um einen der begehrten Startplätze für den am 12. Oktober in der linth-arena sgu in Näfels stattfindenden Final. Sechs Einheimische vertreten die Farben des Austragungskantons Glarus. Es wird sich zeigen, wie sich die Einheimischen mit dem neuen Zeitplan zurecht finden. Organisator Jürg Fischli verkürzte die Schiesszeit für die 20 Wettkampfschuss um zwei Minuten. Nun sind die Schützen gefordert, wenn sie das Programm in 18 Minuten möglichst gut beenden wollen.

Guignard erneut Qualifikationssiegerin


Der Cupfinal wartet von der ersten Runde an bereits mit Spitzenduellen auf. Thomas Wüest (7. Rang) trifft auf Jan Lochbihler (10.), Simon Beyeler (14.) jagt Stephan Loretz (11.) und Lokalmatador Martin Tremp (55.) bekommt mit der Zweitplatzierten Olivia Hofmann gleich eine Favoritin vor die Nase gesetzt. Ebenfalls wird sich Sibylle Pfiffner (25.) eine andere Gegnerin als Silvia Guignard gewünscht haben. Die Zürcherin gewann auch dieses Jahr die Qualifikation. Am frühen Abend wird mit dem Final der nervenstärksten Luftgewehrschützen der Sieger oder die Siegerin 2013 erkoren, wobei der Organisator auf ein lautstarkes Publikum hofft.

Brisante Begegnungen beim Nachwuchs


Ähnlich wie bei der Elite sehen die Paarungen beim Nachwuchs aus. Alles was Rang und Namen hat tritt in Näfels an. Sportschüler Patrick Hunold (12.) trifft auf Qualifikationssiegerin Barbara Schläpfer, während es zwischen Nina Suter (8.) und Christoph Dürr (9.) durchaus auch heiss zu und her gehen dürfte. Möglich auch, dass sich unter Umständen jedoch sogenannte «Rookies» an den Favoriten vorbeischiessen und das Podest erobern.

Interview mit Pascal Loretan


Mit Pascal Loretan (5. Rang Qualifikation) sprach André Eberhard.

Pascal Loretan, dieser Name ist in der Schweiz aber auch international ein Begriff. Seit dem letztjährigen Sieg am Glarner Sommercup auch in Glarus. Wie gross ist der Druck dieses Jahr?

Der Druck ist nicht grösser als letztes Jahr. Jeder Athlet weiss, dass bei diesem Cupsystem Erfolg und Misserfolg sehr nahe beieinander liegen. Als Sieger anzutreten ist weder ein Vor- noch Nachteil.

Wie schätzt du deine Chancen auf die Titelverteidigung ein?

Die Chancen sind für alle Teilnehmer gleich. Am Final nehmen sehr viele erfahrene Schützen teil. Das macht diesen Wettkampf so speziell. Wir werden schauen, wer am Schluss noch mit von der Partie ist.

Wie bereitest du dich auf diesen speziellen Wettkampfmodus vor?

Da der Final noch vor der eigentlichen Luftgewehrsaison stattfindet, ist die Vorbereitung bestimmt nicht optimal. Doch genau das ist ein weiterer Anreiz für mich, an diesem Turnier teilzunehmen. Es ist interessant zu sehen, auf welchem Level sich die Gegner befinden.

Wie sieht eine normale «Arbeitswoche» eines Pascal Loretan aus?

(lacht) Was ist eine normale Arbeitswoche? Es kommt bei mir auf die Jahres- bzw. Saisonzeit drauf an. Steht ein Wettkampf an oder laufen die Vorbereitungen auf eine intensive Wettkampfzeit, läuft alles ein bisschen anders. Normalerweise arbeite ich jedoch zu 60 Prozent. Die restliche Zeit investiere ich für den Schiesssport.

Wie lauten deine nächsten Ziele in der Karriereplanung?

Zu den nächsten Zielen gehören sicherlich die Luftgewehr-Europameisterschaften 2014 in Moskau. Dazu muss ich mich jedoch zuerst qualifizieren, ehe ich dort um eine gute Rangierung kämpfen kann. Dasselbe gilt für die Weltmeisterschaften 10 und 50 Meter in Granada (ESP).

Zur Person:


Pascal Loretan wurde am 20. 1. 1989 in Meriez geboren. Er wohnt in Düdingen und übt den Schiesssport seit dem Jahr 2000 aus. Er ist mehrfacher Schweizer Meister, mehrfacher Europameisterschaftsmedaillengewinner mit dem Team und sicherte sich an internationalen Wettkämpfen diverse Toprangierungen. Seine Hobbies sind Badminton, Snowboarden, Squash, Yoga und Angeln.