Die Schweiz kann die Energiewende schaffen

Auf Einladung der Energieallianz Linth referierte der Unternehmen und ETH-Professor Anton Gunzinger in Glarus über die Energiewende. Er zeigte sich überzeugt, dass dies die Schweiz schaffen kann, wenn sie alle Möglichkeiten ausschöpft.



Nach der Begrüssung durch Jürg Rohrer, Präsident der Energieallianz Linth, referierte Anton Gunzinger mit Zahlen, Fakten und Tabellen über eine Energiewende mit Zukunft. Der ETH-Professor und Unternehmer hat mit Supercomputern die Stromversorgung der Schweiz im Hinblick auf die Versorgung mit erneuerbaren Energien simuliert und kommt zum Schluss, dass wir die Energiewende bis 2035 schaffen können.

Elektroautos sind effizient

Der Referent befasste sich mit verschiedenen Faktoren des Energieverbrauchs und der Energieeinsparung. So erwähnte er die Wärmedämmung bei den Häusern, den Einsatz von Wärmepumpen statt Erdöl, die Fotovoltaik und die Windenergie. Gunzmann plädierte für eine Verhaltensänderung in der Mobilität und setzte sich für Elektroautos ein. Fahren mit Strom sei hocheffizient, meint er, denn es benötige sechs- bis achtmal weniger Energie.

Kein gutes Wort hatte Gunzinger für die Kernenergie übrig. Er bezeichnete diese als grösstes finanzielles Desaster in der Geschichte der Schweiz. Mit den von ihm erwähnten Massnahmen wäre es möglich, die AKWs 2017 zu ersetzen. Die Schweiz könne sich mit erneuerbaren Quellen vollständig selber versorgen, ist der Professor überzeugt. Sie sei auch finanzierbar. Daher glaubt er an die Energiewende bis 2035. Bedingung dafür ist allerdings, dass wir die vorhandenen Möglichkeiten für neue erneuerbare Energien voll ausschöpfen.

Nach dem Referat wurde die Diskussion recht rege benutzt, was aufzeigt, dass das Thema erneuerbare Energie und Energiewende viele Menschen stark interessiert.