Die sinkende Lehrlingszahl ist das Hauptproblem

Am letzten Donnerstag trafen sich die Mitglieder des Auto Gewerbe Verbands Schweiz (AGVS) Sektion Glarus zu ihrer Hauptversammlung im Hotel Glarnerhof in Glarus. Hauptthema war die sinkende Zahl an Lehrlingen und damit verbunden Einnahmeeinbussen.



Präsident Silvio Tondo führte durch die Hauptversammlung des AGVS Sektion Glarus. (Bild: jhuber)
Präsident Silvio Tondo führte durch die Hauptversammlung des AGVS Sektion Glarus. (Bild: jhuber)

Mit der grösseren Menge an Elektronik und Technik in den neuen Automobilen sind die Aufgaben für diese Branche in den letzten Jahren deutlich komplexer geworden. Damit einher gegangen sind dabei auch die Anforderungen für Lehrlinge, sei dies als Fachmann, Assistent oder als neu geschaffenen Mechatroniker. An der Hauptversammlung des AGVS Sektion Glarus gab Ernst Frischknecht zu bedenken, dass es schwierig sei, geeignete Jugendliche zu finden. „Vor allem Sekundarschüler erwägen selten, diesen Berufsweg einzuschlagen.“ Ein Mitglied erwähnte, dass diese Stufe eventuell noch zu wenig informiert werde. „Dass nun die Geburtenschwachen Jahrgänge in die Ausbildung kommen, vereinfacht die Situation auch nicht,“ ergänzte Frischknecht.

Defizit und Ausbildungsfond

Die niedrige Schülerzahl hatte weiter Auswirkung auf die Jahresrechnung 2009. Bei gleichbleibenden Personalkosten sanken die Einnahmen bei den überbetrieblichen Kursen. Vor allem deshalb musste Kassier Peter Hänni ein Defizit von rund 11000 Franken präsentieren. „Auch wenn wir dank grossen Reserven immer noch sehr gut dastehen, ist es das Ziel des Vorstandes, mindestens ausgeglichen zu wirtschaften,“ meinte dazu Präsident Silvio Tondo. Möglichkeiten wären zum Beispiel, dass die Lehrpersonen auch in anderen Schulen beschäftigt werden oder vermehrt Kurse für Ausgebildete im Kanton aber auch in der ganzen Schweiz angeboten werden. In nächster Zeit werden die Möglichkeiten geprüft und das Interesse der Mitglieder evaluiert. Desweiteren stimmte die Versammlung einstimmig einer Statutenänderung zu. Diese bewirkt das künftig zwei Kassen geführt werden, eine Verbandskasse und einen Ausbildungsfond. „Der Grund ist vor allem eine bessere Transparenz,“ erklärte Hänni. Während in der Verbandskasse nur wenige Transaktionen mit kleinen Beträgen abgewickelt werden, fällt die grösste Arbeit beim Ausbildungsfond an. „Hier gibt es die grossen Einnahmen und Ausgaben.“ Ausserdem habe die Teilung auch steuertechnisch Vorteile.

Garagissimo und Reparaturbestättigungsverfahren

Erfreuliches konnte Hermann Luchsinger, PR, berichten. Auch die 15. Durchführung der Garagissimo in diesem Jahr mit 16 teilnehmenden Garagen konnte als Erfolg bezeichnet werden. „Die zahlreichen positiven Rückmeldungen und die zahlreichen Teilnehmer am Wettbewerb zeigen dies deutlich.“ Für eine erneute Durchführung im nächsten Jahr am 19./20. März steht nichts im Weg. Auch die Änderungen im Reparaturbestättigungsverfahren sind auf gutem Weg, konnte Vize Edy Koller berichten. Ziel sei es, dass nicht mehr wie bis anhin nur das Strassenverkehrsamt Nachkontrollen durchführen kann, sondern auch die Garagen dies in den meisten Fällen übernehmen können. Dies ist auf der einen Seite eine deutliche Erleichterung für die Kunden aber auch für das Strassenverkehrsamt selbst. „Alle betroffenen Gremien und Institutionen sind bestrebt und setzten sich für diese Lösung ein.“ Geplant ist der Start auf den Oktober dieses Jahres. Die weiteren Geschäfte – wie Jahresbericht, Rechnung und Wahl des Vorstandes – verlief zügig und kommentarlos.