Die SLB (Sozial-liberale Bewegung) Glarus empfiehlt: 4-mal NEIN

Die Verantwortlichen der SLB (Sozial-Liberale Bewegung) beschlossen 3-mal einstimmig und 1-mal knapp, den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern ein NEIN zu empfehlen.


Mit dier Vorlage zur Präimplantationsdiagnostik wird das Stimmvolk wieder einmal über den Tisch gezogen. Die neuen Technologien bei der IVF entwickeln schon heute nur einen Embryo und pflanzen auch nur einen ein, was gleichzeitig Mehrlingsgeburten ausschliesst. Und man appelliert ans Mitleid mit den kinderlosen Paaren. In Wirklichkeit geht es vordergründig ums grosse Geschäft. Denn die meisten Paare könnten lernen, die Fruchtbarkeitszeichen erkennen und sich im besten Moment zu vereinigen. Das hilft schon einem grossen Prozentsatz, denn die Ursache der Kinderlosigkeit liegt sehr oft bei Unkenntnis und beim Stress. Und wenn es dann doch nicht klappen sollte, bietet sich die NaPro-Technologie an. Auch Paare nach mehrfachem IVF-Misserfolg können noch auf natürliche Weise ein Kind empfangen. Zudem wird von den Befürwortern vor allem medizinisch technisch argumentiert, von «Mutter» ist nirgends die Rede. Und vom Kind, das einmal einen Schock erlebt, wenn es erfährt, dass es rein mechanisch, ohne zwischenmenschliche Liebe «produziert» wurde und vielfach seine leibliche Herkunft nie erfährt, wird überhaupt nicht gesprochen: Die Auswirkungen werden fatal sein. Nach dem Plan des Schöpfers sollen ein Mann und eine Frau beim Liebesakt eins werden und so ein oder mehrere Kinder zeugen. Die Zeugung ausserhalb des Mutterleibes widerspricht dem göttlichen Plan. Und das Entwickeln von mehr Embryonen als der Mutter eingepflanzt werden können, führt zur Vernichtung von Tausenden überzähligen Embryonen, von denen Abertausende der verbrauchenden Forschung anheimfallen. Es wird einstimmig ein NEIN empfohlen.

Die Stipendieninitiative stösst weitestgehend offene Türen ein. Das bereits beschlossene Ausbildungsbeitragsgesetz soll zuerst in Kraft treten, dann können allfällige Mängel behoben werden. Die Initiative ist demnach unnötig und soll einstimmig abgelehnt werden.

Die Erbschaftssteuerreform gab Anlass zu längeren Diskussionen, letztlich kam nur ein knappes NEIN zustande. Die Zuschüsse an die AHV wären natürlich sicher hochwillkommen. Erben von grossen Vermögen könnten wohl in vielen Fällen die happige Steuer bezahlen. Aber viele Familienbetriebe könnten in ihrer Existenz bedroht sein und die rückwirkende Inkraftsetzung könnte verheerende Folgen haben. Im Weiteren ist stossend, dass ein angespartes Vermögen, das vom Erblasser bereits als Einkommen und als Vermögen besteuert wurde, von den Erben grad nochmals besteuert werden soll.

Zum RTVG kam es rasch zu einer NEIN-Empfehlung. Wehren wir uns dagegen, Zwangsabgaben an einen Monopolbetrieb zu entrichten, ungeachtet dessen, ob man überhaupt je dessen Dienstleistungen in Anspruch nimmt oder nicht. Absolut unhaltbar ist auch die Beitragspflicht von grösseren Unternehmungen, denn jeder Mitarbeitende bezahlt schon als Privatperson.