Die Suche im «GH» ist zu Ende; im «Schützenhaus» beginnt sie leider

Knapp drei Jahre, nachdem die Lichter im «Gesellschaftshaus» in Ennenda gelöscht wurden, wird der Betrieb im Herbst wieder aufgenommen. Im «Schützenhaus» in Glarus beendet dagegen das Wirtepaar Monica Bigler und Renzo Goerg die Zusammenarbeit auf Mitte 2017.




Eine Ära geht in diesem Sommer in Glarus zu Ende. Nach über zehn Jahren verlässt das Wirtepaar Monica Bigler und Renzo Goerg das «Schützenhaus» in Glarus. Dies, nachdem sie in dieser Zeit den im Besitz der Gemeinde befindlichen Gastrobetrieb zu einem der besten im ganzen Kanton erarbeitet haben. Nicht nur deshalb bedauerte Gemeindepräsident Christian Marti an einer Medienveranstaltung den Entscheid. Er könne ihn aber gut verstehen. Bigler und Goerg befürchten, dass sie in Zukunft den von ihnen geschaffenen und von den Gästen geschätzten Service und Standart nicht mehr wie bisher aufrechterhalten können und möchten so frühzeitig einem Nachfolger die Chance geben. «Der Entscheid fiel uns nicht leicht, denn das «Schützenhaus» liegt uns sehr am Herzen», erklärte Bigler weiter. Aus diesem Grund werden sie auch die Gemeinde so gut es geht, bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger unterstützen. Sie selber werden noch bis zu den traditionellen Betriebsferien im Juli das «Schützenhaus» wie gewohnt weiterführen. «Die Ausschreibung findet ab nächsten Monat statt», betonte Marc Ziltener weiter. Das ambitionierte Ziel der Gemeinde sei es, bis im September die Nachfolge geregelt zu haben. «Dies hängt aber natürlich von den Bewerbungen ab.» Erklärtes Ziel sei, dass das «Schützenhaus» am 1. September unter neuer Führung wieder eröffnet werde.

Ein anderer Betrieb wird dann aber sicher seine Türen wieder öffnen. Nach fast drei Jahren konnte ein neuer Pächter für das «Gesellschaftshaus» in Ennenda gefunden werden. Mit Beat Schittenhelm wird ein im Glarnerland nicht Unbekannter das Szepter übernehmen, stand er doch bereits früher im «Ahorn» in Braunwald hinter dem Herd. Bis zur Eröffnung sind aber noch einige Arbeiten am Gebäude in Ennenda zu tätigen. «Die drei letzten Jahre haben zum Beispiel dem Herd alles andere als gut getan.» Dazu kommen neue Sonnenschirme und weitere Investitionen, welche erst mit dem neuen Pächter Sinn machen. Aus diesem Grund werde ein Verpflichtungskredit im Rahmen von 550 000 Franken an der kommenden Gemeindeversammlung vorgelegt. «Alles, damit das «GH» im Herbst einen optimalen Neustart haben kann.» Neben diesen beiden Betrieben verwaltet die Gemeinde Glarus weiterhin das «Uschenriet» in Ennenda sowie den Kiosk in der Badeanstalt in Glarus und in der Badi Netstal. Für das «Uschenriet» läuft die Ausschreibung für einen geeigneten Pächter im Januar aus und es seien schon vielversprechende Bewerbungen eingegangen. Man hoffe, dass rund um die Landsgemeinde die Eröffnung stattfinden kann.