Die Bestattungsurkunde fand Claude Diethelm bei seinen Recherchen im Regionalarchiv von Poitiers 2018 und sie wurde nun vom französischen Historiker Frédéric Debiais bestätigt und kann unter https:/archives-deux-serves-vienne.fr./n/gaspard freuler eingesehen werden. Dort findet man auch den Dank an Claude Diethelm.
Die Reisegruppe der Freunde der Geschichte von Näfels besuchte nun diese französische Kleinstadt mit ihrer berühmten Abtei, die von Karl dem Grossen im 9. Jahrhundert gegründet wurde.
Anhand der Bestattungsurkunde verfasst vom Kaplan der Garde, Guillaume de Vantery baten die Offiziere den Abt und die Mönche, den Verstorbenen in der Klosterkirche bestatten zu dürfen, diese weigerten sich vorerst. Der Quartiermeister Mons. Marquet wandte sich nun direkt an seine Majestät Louis 14. der in der nahen Stadt Poitiers residierte. Das Anliegen wurde erhört und ein dringliches Schreiben des Königs an die Geistlichen enthielt den Befehl seinen treuen Diener Gaspard Freuler in der Kirche zu bestatten. Diese nahmen den Wunsch seiner Majestät zur Kenntnis und entschlossen sich diesen vollumfänglich zu erfüllen.
So wurde Gardeoberst Gaspard Freuler beim Altar «Notre Dame» unter der Statue des Erzengels Michael, auf der Seite der untergehenden Sonne, beigesetzt.
Exact nach dieser Beschreibung begaben wir uns an diese Stelle und tatsächlich ist der Boden dort als Sarkophag ausgebildet. Die Jahrhunderte der Umwälzungen in Frankreich, Aufhebung der Abtei, französischen Revolutionen, Zeit Napoleons liessen die Erinnerung verblassen. Die Grabplatte wurde entfernt und mit einer im Garten gefundenen eines Mönchs Octan versehen.
Um eine letzte Gewissheit zum Begräbnisort zu erlangen, wäre eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen anzustreben.
Wünschenswert wäre auch, wenn junge Glarner Historiker/-innen die Möglichkeit erhielten, diese Erkenntnisse zu verifizieren.






