Die SIHK setzen sich dafür ein, dass die Projekte zwingend in die laufenden Planungen aufgenommen werden, «um die Entwicklung der Wirtschaft nicht zu behindern». Stark exportorientierte Industrie- und Gewerbebetriebe seien auf leistungsfähige Verkehrswege angewiesen.
Um ihre Bedürfnisse einzubringen, haben die Handelskammern die für sie prioritären Projekte in einem Katalog zusammengefasst.
Karljörg Landolt als Sekretär der Glarner Handelskammer war an den Sitzungen dabei. Er hat das Anliegen der Glarner in das Gremium eingebracht und sich dafür stark gemacht, dass der Zubringer von der A3 mit den Umfahrungen von Näfels, Netstal und Glarus in den Katalog der voranzutreibenden Projekte mit aufgenommen wurde.
Kein «Verkehrsinfarkt»
Zu den 20 als prioritär eingestuften Projekten gehören überdies etwa der Juradurchstich, der Ausbau Bern-Freiburg-Lausanne, die Neubaustrecke Heitersberg-Tunnel oder der Brüttener-Tunnel.
Dass der Zubringer A3 bis über Glarus hinaus die Nummer 19 ist, hat nichts mit einer gewichteten Reihenfolge zu tun. «Für die Wirtschaft hat dieses Projekt höchste Priorität», sagt Karljörg Landolt.
Er spricht von flüssigen Verkehrsverbindungen für Güter- und Personalverkehr ohne Beeinträchtigung durch den Dorfverkehr – wie Fussgängerstreifen oder Linksabbieger. Dass die Zu- und Wegfuhr von Gütern gut funktioniert, sei ebenso wichtig wie der Arbeitsweg der Mitarbeiter. Ein «Verkehrsinfarkt» im Glarner Unter- und Mittelland solle unbedingt vermieden werden.
Finanzierung muss gesichert sein
Für die Umfahrungen bewilligte die letztjährige Landsgemeinde einen Projektierungskredit von 4,47 Millionen Franken. Die Baudirektion hat daraufhin einem Planungsbüro den Auftrag erteilt.
Danach wird es darum gehen, die Finanzierung des Projekts sicherzustellen. Der Bund, der neu für die Verbindung zwischen Glarus und der Autobahn zuständig ist, hat sich in dieser Frage bislang jedoch taub gestellt.
Die notwendigen Schritte
Die SIHK fordern nun Bund, Kantone und die Transportunternehmungen auf, die prioritären Projekte zwingend in die aktuellen Schienen- und Strassenplanungen aufzunehmen und dabei die Grundsätze zur Finanzierung der Projekte zu berücksichtigen.
Zusätzlich sollen die notwendigen Schritte eingeleitet werden. Als erstes werde der Bericht nun verabschiedet und an Economiesuisse weitergeleitet. Der Bericht kann unter <link http: www.glhk.ch mitteilungen>www.glhk.ch/Mitteilungen heruntergeladen werden.
Irène Hunold Straub, Pressebeauftragte der Glarner Handelskammer.
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