Die Zierde von Weihnachten

Wohl kaum etwas anderes steht so für Weihnachten wie der festlich geschmückte Baum. Kerzen, Lametta und viele Kugeln machen aus einem gewöhnlichen Nadelbaum etwas Magisches.



Kerzen
Kerzen

Dabei waren es ursprünglich vor allem (echte Äpfel), die am Vorgänger des Christbaums hingen. Im Mittelalter wurde anlässlich der Paradiesspiel am 24. Dezember sogenannte Paradiesbäume verwendet, die durchaus auch Laubbäume sein durften. Die Äpfel am Baum standen dabei für die verbotene Frucht vom Baum der Erkenntnis. Von welcher Adam und Eva verbotenerweise gekostet haben und daraufhin von Gott aus dem Paradies geworfen wurden. Vor allem im Elsass entwickelte sich aus dem Paradies- der Weihnachtsbaum. Zuerst in Kirche und Zunfthäusern fand der geschmückte Baum seinen Weg allmählich in fast jede Stube.

Schmuck im Wandel der Zeit

Geschmückt wurde er dabei bis ins 19. Jahrhundert hinein vor allem mit Früchten (Äpfel und Nüsse), aber auch Gebäck und Figuren aus Zuckermasse. Dabei waren christliche Motive eher die Ausnahme, vor allem Tiere und Spielzeug hing an den Ästen und begeisterte die Kinder. Mit der Zeit fand sich auch immer mehr Papier am Baum, als farbige Ketten oder Figuren aus Kartonpapier. Vor der industriellen Revolution wurde dabei der ganze Christbaumschmuck in der Familie selbst hergestellt, meistens in jedem Jahr wieder neu.
Erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in Deutschland die ersten farbigen Kugeln aus Glas gefertigt und verdrängten allmählich ihre natürlichen Konkurrenten. Und auch das industriell gefertigte Lametta kam zu dieser Zeit langsam auf.

Kerzen kommen dazu


Auch Kerzen suchte man bei den frühen Christbäumen vergeblich. Erst im 17. Jahrhundert kam in adligen Familien der Brauch auf, den Baum auch mit Kerzen zu schmücken; diese Mode wurde vom gehobenen Bürgertum aufgegriffen und setzte sich schliesslich allgemein durch. Da Bienenwachs teuer war, wurde vor dem 19. Jahrhundert häufig Talg benutzt, der in Walnusshälften gegossen wurde. Erst die Erfindung von Stearin (1818) und Paraffin (1837) erlaubte die Herstellung preisgünstiger Kerzen.

Der richtige Halt


Die Befestigung der Kerzen oder Talglämpchen erwies sich zunächst als schwierig, da es noch keine Kerzenhalter gab. Die oberen Schichten wickelten Wachsstöcke um die Zweige oder befestigten die Kerzen mithilfe von heissem Wachs direkt an den Zweigen, andere benutzten Nadeln zum Feststecken. 1867 wurden die ersten Kerzenhalter für Christbäume patentiert, der Klemmhalter kam 1879 in den USA erstmals auf den Markt. Zu dieser Zeit gab es auch Modelle zum Schrauben sowie Pendelmodelle, die über die Zweige gehängt wurden.


Egal, ob mit Kerzen oder Glaskugeln, der Christbaum und sein Schmuck strahlte schon immer eine ganz eigene Wärme und Faszination aus und ist somit ein fester Bestandteil für ein gesegnetes Weihnachtsfest.
glarus24 wünscht allen Leserinnen und Lesern ein schönes Fest.