Dieses Wochenende wird gewählt

Gesucht wird der Nachfolger von Pankraz Freitag im fünfköpfigen Glarner Regierungsrat. Freitag wurde vor kurzem als Vertreter für den Kanton Glarus in den Ständerat gewählt. Um das vakante Amt bewerben sich fünf Kandidaten, die sich dieses Wochenende zur Wahl stellen.



Die fünf Kandidaten von links: Heinz Hürzeler
Die fünf Kandidaten von links: Heinz Hürzeler

Die fünf Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge: Andrea Bettiga, Ennenda (FDP), Werner Hösli, Haslen (SVP), Heinz Hürzeler, Luchsingen (EDU), Franz Landolt , Näfels (unabhängig) und Fernando Reust, Ennetbühls (Querdenker) haben sich in den letzten Wochen einen recht ruhigen Wahlkampf geliefert. In Anbetracht der Bedeutung dieses Amtes doch etwas überraschend, denn ausser wenigen Podiumsdiskussionen und Präsenz in Inseraten und auf Plakaten – teilweise allerdings auch recht gross – sprach wenig von der Ersatzwahl in den Regierungsrat.

Nun gilt es Ernst!

Ob ein aktiver oder etwas ruhiger Wahlkampf, ab heute gilt es für die fünf Kandidaten ernst. Ab heute zählen nur noch die Stimmen die die Bürgerinnen und Bürger an den Urnen abgeben. Nun steigt auch die Spannung, denn aufgrund einer gewissen Ausgewogenheit der Kandidaten ist es schwer, im Vorfeld eine Prognose zu stellen, wer in dieser Wahl die Nase vorne haben könnte. In den Diskussionen und Podiumsgesprächen haben sich die Kandidaten zu einzelnen Themen geäussert. Dabei hat sich herausgestellt, dass alle die gleichen Schwerpunkte gewichten. Nebst dem Mobilitätskonzept, der Realisierung der Gemeindestrukturreform, dem Steuerwettbewerb und einer Steuerharmonisierung, dem Projekt Linthal 2015, dem Tourismus, stand auch die Bildung an vorderster Stelle des Themenkalender. Zur Frage des Wunschdepartementes hielten sich die Kandidaten äusserst bedeckt. Hier eine Ausnahme Fernando Reust, der nur für das Departement Bau und Umwelt kandidiert. Trotzdem liessen die übrigen vier Kandidaten durchblicken, dass dieses Departement bei einer allfälligen Wahl favorisiert wäre. Bei der definitiven Vergabe der Ressorts muss der neugewählte Regierungsrat aber hinten anstehen und nehmen, was ihm die bisherigen überlassen.

Doch zuerst muss der neue Regierungsrat auch tatsächlich gewählt werden. Wichtig ist, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger den Weg an die Urne finden und aktiv an dieser Wahl teilnehmen. Darum „auf an die Urne!“

Sollte keiner der fünf Kandidaten im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreichen kommt es am Wochenende vom 20. April zu einem zweiten Wahlgang. Gewählt ist dann derjenige Kandidat mit den meisten Wählerstimmen.