Der Präsident der Finanzkommission, Martin Leutenegger, FDP, schlug aus Spargründen die Befristung der meisten neuen Stellen auf zwei Jahre vor. Teilweise seien die Stellengesuche der Regierung nicht genügend begründet worden. In den geforderten zwei Jahren werde man sehen, welche der neuen Stellen wirklich notwendig seien.
Probleme bei der Rekrutierung
Mit der geforderten Befristung zeigte sich Christoph Zürrer, SP Mollis, nicht einverstanden, seien doch wegen des Neuen Finanzausgleiches (NFA) viele neue Aufgaben zu bewältigen. Regierungsrat Rolf Widmer betonte, dass nur wirklich dringend notwendige Stellen neu vorgeschlagen wurden. Er sehe Probleme bei einer befristeten Anstellung gut ausgewiesene Leute zu finden. Die gleiche Meinung vertrat auch Regierungsrätin Marianne Dürst, denn qualifizierte Bewerbungen würden bei einer Befristung aller voraussicht nach nicht eintreffen. Die Chancen, bei einer unbefristeten Anstellung, gute Leute zu finden wären um ein Vieles grösser.
Fachspezialist Sonderpädagogik
Nachdem Eintreten unbestritten war, verabschiedete der Landrat 150 Stellenprozent bei den Gerichten, befristet auf ein Jahr ebenso diskussionslos wie die 50 Prozentstelle beim Departement Finanzen und Gesundheit, befristet auf zwei Jahre. Für einen neuen Fachspezialisten Sonderpädagogik im Departement Bildung und Kultur beantragte die Finanzkommission einen Totalbetrag von 200.000 Franken, befristet auf zwei Jahre. Bildungsdirektor Jakob Kamm plädierte für eine unbefristete Anstellung, da es sich um eine Schlüsselstellung im Sonderschulwesen handle. Auch hier vertrat Martin Leutenegger die Meinung, dass nach zwei Jahren geprüft werden könne, ob diese Stelle in der Verwaltung tatsächlich benötigt werde. Der Rat folgte Kamm und stimmte einer unbefristeten Stelle, gemäss Antrag der Regierung zu. Weniger Erfolg konnte Kamm anschliessend bei der Denkmalpflege verbuchen. Der Rat befolgte dem Kommissionsvorschlag und stimmte für eine Befristung und einen Gesamtbetrag von 44.000 Franken.
Abstimmung musste wiederholt werden
Weiter wurde bei der Abteilung Umwelt und Energie 30 Stellenprozent zusätzlich bewilligt worden waren, wurde über eine bis 2011 befristete Juristenstelle im Sekretariat des Departementes Volkswirtschaft und Inneres debattiert. Die Kommission wollte hier ebenfalls auf zwei Jahre befristen mit der Zusatzklausel „vorbehältlich des Beschlusses der ausserordentlichen Landsgemeinde“. Mit einer Befristung auf zwei Jahre könne sie sich einverstanden erklären, erklärte Marianne Dürst, unterstrich aber gleichzeitig die grosse Arbeitslast infolge einer Vielzahl an Beschwerden. Nachdem nach Ansicht von Landrat Peter Rothlin, SVP, etwas gar schnell von blossem Auge entschieden wurde, musste die Abstimmung wiederholt werden. In der zweiten Abstimmung wurde die Erwähnung der ausserordentlichen Landsgemeinde gestrichen, die Befristung auf zwei Jahre aber festgelegt. Diskussionslos passierte der Kommissionsvorschlag, beim Departement Sicherheit und Justiz eine kaufmännische 70 Prozentstelle auf zwei Jahre zu befristen.
Dem Antrag der Regierung eine Stellenerhöhung von 1360 Stellenprozent wurde vom Rat deutlich zugestimmt. Die Anpassung des Stellenplans soll in zwei Etappen erfolgen, wobei 590 Stellenprozent sofort geschaffen werden. Die restlichen 790 Stellenprozente werden Ende Jahr dem Landrat unterbreitet.
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