Dorfladen Schwändi AG seit 20 Jahren

Hinter jedem Laden stehe eine bewegte Geschichte und hinter jedem Laden würden Leute stehen, die mit viel Herzblut für den Laden, sein Personal und seine Kundschaft eintreten würden. Dies habe sie in letzter Zeit bei vielen Geschäften feststellen können, führte Landesstatthalterin Marianne Lienhard bei ihrem Grusswort am 20-Jahr-Jubiläum der Dorfladen Schwändi AG aus.




Bei herbstlichem Sonnenschein war sie am vergangenen Samstag eine der Rednerinnen und Redner, die dem Laden Anerkennung zollten und auf die Wichtigkeit der örtlichen Versorgung und der sozialen Treffpunkte hinwies.

Das Fest war von Verwaltungsratspräsident Alex Rüegg eröffnet worden mit einem kleinen Rückblick auf die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Milchzentrale. 1998 war der Laden kurz vor Schliessung gestanden, als der Gemeinderat Schwändi unter Urs Bachofen zusammen mit der Milchproduzentengenossenschaft einen Neuanfang als Aktiengesellschaft wagte, der bis heute zur Aufrechterhaltung des Ladenbetriebes führte. Rüegg wies darauf hin, dass sich der Laden im kleinen Markt durchaus erfolgreich behaupte. Trotzdem sei es aber nur mit Unterstützung aus dem Dorf und sogar von ausserhalb sowie viel Fronarbeit der Beteiligten möglich, sich einigermassen gegen die Konzentration im Detailhandel zur Wehr zu setzen. Das Verkaufsteam mit Leiterin Silvia Knobel an der Spitze sei das Gesicht des Ladens gegen aussen und verdiene den überreichten Blumenstrauss ganz besonders.

Der Vizepräsident der Gemeinde Glarus Süd, Mathias Zopfi, versicherte dem VR und dem Ladenteam, der Gemeinderat stehe hinter dem Laden, sei aber in seinen Mitteln eingeschränkt. Es freue ihn, dass der letztjährige Investitionsbeitrag der Gemeinde umsatzmässig Früchte trage. Letztlich entscheidend seien aber die Kunden, die einem Laden zum Überleben verhelfen müssten. Die Grüsse und das Geschenk der Glarner Detaillisten überbrachte Verbandspräsident Christoph Müller und freute sich, dass sich so ein kleiner Dorfladen dem Trend der Zeit widersetzen könne.

Zur guten Feststimmung leisteten Bruno Oswald und sein Schwyzerörgeli-Schüler den musikalischen Beitrag, und die Bewirtung durch das Ladenteam und den Verwaltungsrat sorgte für Speis und Trank. Insgesamt waren sich die Anwesenden einig, dass es ihnen selbst und dem Dorf wichtig sei, dass der Laden weitere 20 Jahre dem Dorf sollte dienen können.