Drei Kilbitage sind vorbei

Die Kilbi Ennenda hielt, was in verschiedenen Ankündigungen versprochen worden war. Zahlreiche Vereine hatten – wie in den Vorjahren – ihre Stände aufgebaut, zum Verweilen, zu Spiel und Spass und zum Einkaufen eingeladen. Vieles ist zur willkommenen, bewährten Tradition gewachsen und gehört damit unabdingbar zu diesen drei ganz besonderen Tagen.




Dass verschiedene Geldbeutel nicht mehr so prall gefüllt sind und neuen Inhalt benötigen, ist eine Kilbitatsache, die nicht wegdiskutiert werden kann. Und dass man nach kurzem Spazieren zwischen «Tätschibahn», «Round up», Kinderkarussell der Schausteller problemlos zum Moulin Rouge, ins Grotto, zur Bierschwemme, ins Raclette-Stübli, in die Kaffeestube oder die Bar anderer Vereine, an den Bücherstand oder zu Geschicklichkeitsspielen wechseln kann, gehört zum Reiz dieser drei Tage, die von den Anwohnern einiges an Verständnis und Lärmresistenz abverlangen. Neben Vergnüglichem, kulinarisch Willkommenem, Geschicklichkeitsspielen gehört auch Besinnliches zum Treffen auf den sonst nicht derart belebten Plätzen bei den beiden Schulhäusern und dem kurzen Strassenstück. Damit sei auf den ökumenischen Gottesdienst des evangelischen Pfarramts Ennenda und der katholischen Pfarrei Glarus-Riedern–Ennenda, den willkommenen Auftritt der Harmoniemusik Glarus an diesem Gottesdienst und das anschliessende musikalische Ständchen auf dem Schulhausplatz, die Aktivitäten im Zelt der reformierten Kirchgemeinde Ennenda unter dem Titel «Mit Händ und Füäss für Senegal» samt leidenschaftlichem Trommeln und dem Mittragen eines Entwicklungsprojekts, den Suppenzmittag des Frauenvereins, das Kasperlitheater am Sonntag, die Offene Jugendarbeit der Gemeinde Glarus und anderes hingewiesen. Einen Grossteil der Vorbereitungsarbeiten koordiniert der Verkehrsverein Ennenda seit Jahren mit grosser Umsicht und Gewissenhaftigkeit.

Aus Unerfreulichem an Vorjahren sind Lehren gezogen worden. So wurden beispielsweise weiträumiger abgesperrt, mehr WC-Häuschen aufgestellt und den Anwohnern beim Wegräumen des Blumenschmucks vor den Häusern tatkräftig geholfen und die Patrouillentätigkeit des Sicherheitspersonals intensiviert. Dass es trotzdem zu einer polizeilichen Intervention auf dem Kilbigeländes kam, erwähnte Rolf Böni, Präsident des Verkehrsvereins, mit verständlichem Bedauern. Er meint dennnoch, dass von einer insgesamt «gfreuten Chilbi» berichtet werden könne.