Drei «Vogelnester» erweitern das touristische Angebot

Das touristische Angebot im Freiberg Kärpf wurde mit der Errichtung von drei Wild-Beobachtungsstationen um weitere Attraktionen reicher. Im Beisein von Gästen und drei Schulklassen aus Riedern und Ennenda wurden die drei «Vogelnester» feierlich ihren Zweckbestimmungen übergeben. Gleichzeitig wurden die gelungenen Holzkonstruktionen mit der Auszeichnung «Herkunftszeichen Schweizer Holz» ausgezeichnet.




Bei idealen Wetterbedingungen konnten am Montag, 19. August, drei Wildbeobachtungsstationen im Freiberg Kärpf im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier ihrer Zweckbestimmung übergeben werden. Die Errichtung dieser drei überdimensionalen Vogelnester auf der Bischof-Alp und der Mettmen-Alp bildeten den Höhepunkt des erfolgreichen Impulsprogramms «Freiberg Wunder Natur» im ältesten Wildschutzgebiet Europas. Die 2,5 x 2,5 Meter grossen Holzkonstruktionen eröffnen Schulen, Touristen und Besuchern neue, fantastische Perspektiven mit Blick nicht nur auf die vielfältigen Wildtierpopulationen im ältesten Wildtierschutzgebiet von Europa, sondern auch auf die tollen Bergpanoramen und einem faszinierenden Tiefblick ins Tal der Linth. Sie laden aber auch ein, sich umfassend mit der Ökologie und Biologie der dort vorkommenden Arten im Freiberg Kärpf auseinanderzusetzen. Alle drei Beobachtungs-Stationen sind frei zugänglich und selbstständig nutzbar. Das Innenleben ist umfassend mit Informationen zu den Wildtieren ausgestattet.

Dank an alle Beteiligte und Sponsoren

Nach einem herzlichen Willkommensgruss durch die Projektleiterin Felicia Montalta von Projekt Box blieb es Fritz Marti, Verwaltungsratspräsident der Luftseilbahn Kies-Mettmen und gleichzeitig Spiritus Rektor der drei Wildbeobachtungs-Plattformen, vorbehalten, sich bei allen Beteiligten, die in irgendeiner Form an der Realisation der Wild-Beobachtungsstationen beteiligt waren, zu bedanken. Einen speziellen Dank entrichtete Verwaltungsratspräsident Marti der Schweizer Berghilfe, deren Vertreter Walter Schmid die Initialzündung für dieses Projekt gab. Miteingeschlossen in seinen Dank selbstverständlich alle Sponsoren und Gönner, welche die Realisation der drei «Vogelnester» erst ermöglichten. «Die drei Wildbeobachtungsstationen sind ein Resultat aus dem NRP-Projekt «Freiberg Wunder Natur», das die Luftseilbahn Kies-Mettmen AG zusammen mit 18 Leistungsträgern und Partnern im Jahr 2015 initiiert hatte». Dank Geldern von Bund und Kanton konnten während drei Jahren verschiedenste Umsetzungen realisiert werden, unter anderem Roger Rhyners Bestseller-Duftbuch «Geissbock Charly im Freiberg Kärpf» oder geführte Wildbeobachtungs-Touren. Die Krönung bilden nun diese drei Wildbeobachtungsstationen, die unter anderem dank der Unterstützung der Schweizer Berghilfe und zahlreichen namhafte Sponsoren gebaut werden konnten». Fritz Martis Dank und seine Informationen quittierten die Anwesenden mit warmem Applaus. Detaillierte Auskunft und Technische Angaben und die Installierung über die drei «Vogelnester» vermittelte Bauleiter «Holz» Markus Brunner.

Auszeichnung mit dem Label« Schweizer Holz»

Gemeindepräsident Glarus Süd This Vögeli, gleichzeitig Präsident des Vereins «Glarner Wald», zeigte sich erfreut über das gelungene Werk und die Verwendung von Schweizer Holz. Er zeigte sich ebenso erfreut darüber, dass gleichzeitig mit der Einweihungsfeier der drei Wildbeobachtungs-Plattformen die Luftseilbahn Kies-Mettmen mit dem Label «Schweizer Holz» ausgezeichnet wurde. Die Auszeichnung auf einer Plexiglastafel wurde mit einem unerwarteten gemeinsamen Arbeits-Effort von Gemeindepräident Vögeli und Bauleiter Holz Markus Brunner fachgerecht und gut sichtbar im «Vogelnest» installiert. Gemeinsam mit dem Vertreter von Lignum Holzwirtschaft Schweiz wünschte sich Gemeindepräsident Vögeli, dass möglichst viele Besucher und Touristen von der einzigartigen Möglichkeit Gebrauch machen, viele Wildtiere im ältesten Wildschutzgebiet Europas zu beobachten und die prächtige Aussicht auf den Wildbeobachtungs-Stationen zu geniessen.

Glarner Schulklassen auf Wildbeobachtung

Drei Schulklassen, eine aus Riedern und zwei aus Ennenda, hatten sich auf eine Ausschreibung hin für einen Wettbewerb im Zusammenhang mit den Wildbeobachtungsstationen beworben. Die Arbeiten der drei Schulklassen fanden grosse Aufmerksamkeit bei der Jury. Lohn für die kreativen Arbeiten, bei denen sogar Filme geschnitten und Zeichnungen gemalt wurden, war eine geführte Entdeckungstour auf die Mettmen-Alp mit alt Wildhüter Hans Fischli, alt Förster Heinz Brühwiler und Wildhüter Fridolin Luchsinger.

Tourismus, Natur und Landschaft im Einklang

Bevor mit der Umsetzung der Wildbeobachtungsstationen gestartet werden konnte, ging eine Machbarkeitsstudie der Zürcher Fachhochschule ZHAW voraus. Der Einklang von Tourismus, Natur und Landschaft sollte im Einklang aller Beteiligten sein. Im Mittelpunkt stand der Schutz des Lebensraums für die Fauna. Weiter hatte man sich dafür entschieden, die drei Holzkonstruktionen mit Schraubenfundamenten zu befestigen, um einen möglichst geringen Eingriff in Landschaft und Vegetation sicherstellen zu können. Bei der Standortwahl wurden ebenso die Chancen für die Wildtiersichtung sowie die Zugänglichkeit für den Besucher berücksichtigt. All diese Vorgaben der ZHAW wurden perfekt von den Verantwortlichen umgesetzt. Hergestellt wurden die drei Stationen aus heimischem Holzt durch die Glarner Firma Zweifel Holzbau AG aus Ennenda. Nach einem feinen Imbiss bei der Älpler-Familie Freuler auf dem Oberstafel der Alp Niederen-Mettmen und das fröhliche Lachen der Schulkinder als willkommene Begleitmusik, fand die Einweihungsfeier für die drei Wild-Beobachtungsstationen im Freiberg Kärpf einen würdigen Abschluss.