Dreimal Titel verteidigt, zwei neue Sieger

Zwischen dem 20. und 24. August trafen sich die Glarner Schützenveteranen zu ihrem alljährlichen Jahresschiessen. Die Gewehrschützen traten in Mollis und die Pistolenschützen in Netstal zum Wettkampf. Total 111 Rangierte (VJ 124) konkurrierten in drei Gewehr- und 4 Pistolenkategorien um die begehrten Podestplätze.




Unter der Obhut der Verantwortlichen der Glarner Schützenveteranen, Hans-Peter Hirt (Chef Schiessen), Karl Britt (SM Gewehr) und Franz Michel SM Pistole), waren die Schützen Mollis in ihrem Schiessstand «Feldbach» (Gewehr) und der Schützenverein Netstal auf ihrer Anlage «Auli» (Pistole) für eine tadellose und unfallfreie Organisation verantwortlich. An dieser Stelle den örtlichen OKs einen grossen Dank. Auch in diesem Jahr schossen ein paar wenige Schützen, diesmal Franz Michel, Franz Hunold und Ruedi Feldmann über alle drei Distanzen (300, 50 und 25 m) das Wettkampfprogramm.

Gewehr 300 m: Sepp Gisler und Martin Sigrist verteidigen ihre Titel, Hans Blumer gewinnt erstmals

Im Gewehrbereich fand der Wettkampf gewohnt in den drei Kategorien A (Sportgewehre), D (Stgw 57-3) und E (Karabiner, Langgewehr, Stgw 90 und Stgw 57-2) statt. Leider nahmen in diesem Jahr lediglich 82 Veteranen/innen (VJ 96) teil, obwohl ein Vorschiessen angeboten wurde. Auf die Kategorien verteilt sieht der Beteiligungsrückgang wie folgt aus: Kat. A 12 Teilnehmer (VJ 14, minus 2), Kat. D 31 Teilnehme (VJ 31, keine Veränderung) und Kategorie E 39 Teilnehmer (VJ 51, minus 12)). Die Beweggründe könnten das Eidg. Schwingfest in Zug und ein 3-Kanton-Freundschaftswettkampf der Matchschützen sein. Vielleicht war auch das Eidg. Schützenfest für Veteranen ein Grund, das eine Woche vor diesem Wettkampf zu Ende ging und für den einen oder andern eine Übersättigung war.

In der Einzelkonkurrenz (10 Schuss Scheibe A10) schossen heuer 30 Teilnehmer (VJ 38) 90 und mehr Punkte. Gegenüber dem Vorjahr in Linthal sank diese Quote leicht. Bruno Rohner (Niederurnen Stand) und Gemeindepräsident Mathias Vögeli (Linthal Militär) liegen hier mit je 97 Punkten an der Ranglistenspitze. Hinter diesem Duo folgen dicht gedrängt August Mächler (Niederurnen Stand) mit 96 sowie Franz Hunold (Näfels Militär), Hans Blumer (SV Matt), Josef Gisler (Linthal-Auen SV) und Martin Sigrist (Niederurnen Stand) mit je 95 Ringen. Elisabeth Steinmann (Leuggelbach SG) war mit 89 Zähler die Beste von drei teilnehmenden Damen. Ehrenveteran Sebastian Hauser (Jg. 1923!) liess es sich auch heuer nicht nehmen, am Jahresschiessen teilzunehmen und erzielte mit dem Karabiner ansehnliche 77 Punkte. Die Kranzquote sank auf 76,83% (VJ 82,29%).

Beim Jahresstich konnte in der Kategorie A (Sportgewehre) Josef «Sepp» Gisler (Linthal-Auen SV) mit 130,9 Punkten seinen Vorjahressieg wiederholen und verdrängte seinen Namensvetter Josef Gisler (Linthal Feld) hauchdünn um 0,2 Punkte (130,7 Ringe) auf den zweiten Rang. Mit 129,3 Zähler holte sich Franz Hunold (Näfels Militär) die bronzene Auszeichnung. Ebenfalls zu einer Titelverteidigung kam es in der Kategorie D (Stgw 57-3). Martin Sigrist (Niederurnen Stand) gewann mit 133,7 Punkten (drei Punkte höher als der Sieger mit den Sportgewehren!) mit dem Minimalvorsprung von 0,1 Punkten auf August Mächler (Niederurnen Stand) 133,6 und Bruno Rohner (Niederurnen Stand) mit 131,4 Ringen. Auffallend die Dominanz der Mitglieder von Niederurnen Stand und ebenfalls erwähnenswert, die drei Erstplatzierten hätten auch in der Kategorie A die Spitzenplätze eingenommen. In der Kategorie E (Ordonnanzwaffen) kommt der Sieger heuer aus dem Sernftal, nämlich Hans Blumer (SV Matt) mit 130,5 Punkten. Er verwies Albert Gallati (Näfels Militär) mit 130,1 und Hans-Heinrich Schuler (Linthal Feld) mit 128,4 Ringen auf die nächsten Ränge.

Silberzweiggewinner sind heuer Ruedi Rhyner (Elm SV), Jakob Schiesser (Linthal Militär), Alfred Stadler (Linthal Militär), Fridolin Marti (Matt SV), Andreas Stüssi (Linthal-Auen SV), Hans Heierle (Mollis S).

Pistole 25 m: Stefan Büsser erneut zuoberst auf dem Treppchen

Im Pistolenschiesstand «Auli» in Netstal absolvierten insgesamt 16 Teilnehmer (VJ 15) über 25 m die Einzelkonkurrenz, wobei Stefan Büsser (Netstal SV) die Konkurrenz mit seinen 98 Ringen erneut dominierte. Ruedi Feldmann (Ennenda PS) mit 96, Franz Hunold (Netstal SV) mit 94 sowie Jakob Blumer (Glarus G+P) und Max Müller (Ennenda PS) mit je 93 Ringen kamen ihm noch am nächsten. Die Kranzquote liegt bei 75% (VJ 60%).

Den Jahresstich Kategorie D (10 Rangierte) entschied Stefan Büsser mit 147 Punkten vor Ruedi Feldmann mit 144 und Franz Hunold mit 140 Ringen für sich. Diese drei holten sich somit den Medaillensatz. Die Kategorie E (6 Rangierte) wird von Max Müller mit 141 Ringen vor Ernst Streiff mit 135 und Franz Michel mit 134 Punkten angeführt. In der Kategorie E konnten infolge zu tiefer Beteiligung keine Medaillen abgegeben werden.

Pistole 50 m; Jakob Blumer gewinnt

Hier nahmen 13 (VJ 13) Pistolenschützen teil, davon konnten 61,54% die Kranzkarte entgegennehmen. Die Einzelkonkurrenz fand in Jakob Blumer (Glarus G+P) mit 92 Punkten einen verdienten Sieger. Dahinter folgen Vorjahressieger Stefan Büsser (Netstal SV) mit 91 sowie Willi Elmer (Netstal SV) mit 90 Ringen.

Jakob Blumer gewann auch den Jahresstich Kategorie B (12 Rangierte) mit 130,0 Punkten recht deutlich vor Titelverteidiger Stefan Büsser mit 126,6 und Willi Elmer mit 124,2 Zähler. Die Kategorie C weist mit Hans Dürst lediglich ein Teilnehmer auf, somit entfällt auch hier die Abgabe von Medaillen.

Rangverkündigung

Das Pistolenabsenden fand am Donnerstagabend gleich im Anschluss an den Schiessbetrieb in der Schützenstube Auli in Netstal statt. Das Absenden für die Gewehrschützen fand heuer im Restaurant Bären Netstal im Anschluss an ein feines Mittagessen statt. Infolge der Terminkollisionen fanden sich leider nur gut 40 Teilnehmer zum Rangverlesen ein. Von den insgesamt neun Medaillenberechtigten waren nur gerade zwei Schützen vor Ort. Trotz allem darf auf einen gelungenen und spannenden Wettkampf zurückgeblickt werden. Die Verantwortlichen der Glarner Schützenveteranen werden alles daransetzen, dass die Terminfestlegung in Zukunft besser koordiniert werden kann und dadurch wieder allen die Möglichkeit geboten werden kann, an diesem Wettkampf teilzunehmen.

An dieser Stelle sei den Platzorganisationen mit ihren Helferinnen und Helfer sowie den Verantwortlichen der GLSV der beste Dank ausgesprochen. Es ist zu hoffen, dass sich auch in Zukunft problemlos Schiessplätze finden lassen, um diesen und ähnliche Anlässe organisieren und durchführen zu können. Die Ranglisten und Fotos sind wie immer unter http://www.glarner-schuetzen.ch/veteranen abrufbar.