"ds Wort gilt" - Gegenwind für die Reformgegner

Während ein Komitee versucht, einen demokratisch gefällten Entscheid rückgängig zu machen, hat sich eine Gegenbewegung formiert, die sich für die Gültigkeit des Landsgemeindeentscheids 2006 einsetzt.



Ja zu der Gemeindestrukturreform: die Abstimmung an der Landsgemeinde 2006 (Bild: jhuber)
Ja zu der Gemeindestrukturreform: die Abstimmung an der Landsgemeinde 2006 (Bild: jhuber)

"ds Wort gilt" heisst die klare und selbstredende Botschaft einer breit abgestütztenGegenbewegung, die sich dafür einsetzt, den Landsgemeindeentscheid für drei Gemeindenumzusetzen. Dieser Entscheid sei rechtmässig, demokratisch und durchaus fair zustandegekommen. Die Glarnerinnen und Glarner seien mündig und hätten sehr wohl gewusst, was siean der Landsgemeinde abgestimmt hätten. Ein basisdemokratisch gefällter Entscheid habeGültigkeit, sei verbindlich und müsse umgesetzt werden. Die Diskussion - auch zum Dreier-Modell - sei im Vorfeld der Landsgemeinde ausführlich geführt worden, jetzt müssen Tatenfolgen. Es wird deshalb begrüsst, dass der Regierungsrat das Projekt GL2011 weiterhinvorantreibe.

Es darf nicht Schule machen, dass Landsgemeindeentscheide über alle möglichen Hintertürenhinterfragt und aufgeweicht werden. Einen Entscheid über eine ausserordentlicheLandsgemeinde gar wieder rückgängig machen zu wollen, sei ein Affront gegenüber den GlarnerStimmbürgerinnen und Stimmbürgern.

"ds Wort gilt" soll deshalb alle Glarnerinnen und Glarner ansprechen, die zu ihrem Wort stehenund dieses halten. Die Verbindlichkeit von wichtigen Entscheiden ist eine substanzielleGrundlage für eine nachhaltige und glaubwürdige Weiterentwicklung des Kantons. DieKerngruppe von "ds Wort gilt" wird deshalb zusammen mit "zukunft.gl", dem überparteilichenVerein der Glarner Jugend, sowie weiteren Kreisen in den nächsten Wochen Unterschriftensammeln. Angesprochen werden dabei alle Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, die mit ihrerUnterschrift klar und deutlich kund tun wollen, dass sie von einer ausserordentlichenLandsgemeinde und insbesondere von derartigen Machenschaften schlichtweg nichts halten.

Auf der Internetseite www.dswortgilt.ch können sich Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mitwenigen Klicks als Unterzeichner eintragen oder Unterschriftenbogen herunterladen.

Hinter der Kampagne „ds Wort gilt“ steht eine überparteiliche Gruppierung bestehend ausChristine Bickel (Niederurnen), Sergio Haller (Glarus), Thomas Huber (Niederurnen), RolfHürlimann (Schwanden), Thomas Kundert (Glarus), Franz Landolt (Näfels), Martin Landolt(Näfels), Christian Marti (Glarus), Christoph Marti (Haslen), Peter Müller (Näfels), Bea Noser(Oberurnen), Kurt Reifler (Ennenda), Hans Jörg Riem (Glarus), Hans Peter Spälti (Netstal),Peter Wehrli (Glarus), Monica Wissmann (Engi).

Diese Kerngruppe wird jetzt schon breit unterstützt. Noch vor dem offiziellen Kampagnenstarthaben viele Interessentinnen und Interessenten bereits ihre Mitarbeit zugesagt.