Effizientere Lösungen ohne Qualitätseinbussen

An der Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Abfallentsorgung Glarnerland wurde ein neues Betätigungsfeld sowie Richtlinien für Niederflur-Container besprochen.

Immer wichtig sei aber auch laut Präsident Kurt Hauser die Disziplin der Bürgerinnen und Bürger beim «Wegwerfen».

 



Delegiertenversammlung Zweckverband Abfallentsorgung Glarnerland (Bilder: j.huber)
Delegiertenversammlung Zweckverband Abfallentsorgung Glarnerland (Bilder: j.huber)

Auch vor der Abfallentsorgung machen technische Neuerungen und ökologische Neubeurteilungen nicht halt. So wurden auch an der Delegiertenversammlung des Zweckverbands Abfallentsorgung Glarnerland die Betätigungsfelder und neue Möglichkeiten aus ökologischer und ökonomischer Sicht betrachtet. Eine sinnvolle Synergie sehen sowohl der Verband als auch die Gemeinden bei der Übernahme der Weissblechentsorgung. «Hier hat die Gemeindefusion noch nicht richtig stattgefunden», betonte dazu der Präsident Kurt Hauser. So gebe es noch bei einzelnen Sammelstellen verschiedenste Verträge mit unterschiedlichen Transporteuren. Die Gemeinden hätten hier angeregt, dass dies gleich und am besten gemeinsam, wie das Altglas durch den Zweckverband durchgeführt werden soll. «Wir freuen uns immer über neue Aufträge. Und so können Transporte eingespart werden.» Da dazu die Auflösung verschiedener Verträge koordiniert werden muss, rechnet Hauser erst mit Herbst 2026, bis dies der Zweckverband übernehmen kann. Schon jetzt ein heisses Thema sind die Niederflur-Container. Der Zweckverband begrüsst gerade bei neuerstellten Überbauungen die Einführung dieses Systems. Dies habe nicht nur für den Zweckverband deutliche Vorteile. Hier müsse man nicht auf die wöchentlichen Routen Rücksicht nehmen, sondern könne diese entleeren, wenn sie wirklich voll sind. Auch die Bürger können ihre Säcke entsorgen, wenn er voll ist oder sie Zeit haben. «Gerade das Pfingstwochenende hat wieder gezeigt, dass einige Leute sich nicht informieren oder sich nicht kümmern, dass an einem Karfreitag die Entsorgung nicht kommt.» Damit im Kanton Glarus ein einheitliches System durchgesetzt wird, hat der Zweckverband an der Versammlung Richtlinien genehmigt, die hier die wichtigsten Punkte behandelt. «Das soll auch für die Transporteure eine Erleichterung werden.»
Im vergangenen Jahr nahm die Gesamtmenge des Kehrichts im Vergleich zum Vorjahr leicht ab. «Wenn dies weniger Verpackung und einem stärkeren Recycling geschuldet ist, ist dies natürlich auch im Sinne unseres Verbandes.» Trotzdem werden die Gebühren gleichbelassen wie in den Vorjahren.
Die Verwaltung des Zweckverbandes geht zudem von Maja Rössler-Oswald an Heidi Ruoss über und wird von 20 auf 30 Prozent aufgestockt. Nicht nur der Präsident, sondern alle Delegierten dankten Rössler-Oswald für das Engagement im Zweckverband und begrüssten Ruoss ganz herzlich.