Ehrgeiziges Ziel: 1. Januar 2009: Gründung Spitex Glarus Nord

Im Restaurant Bären, Mollis fand die diesjährige Spitex-Hauptversammlung statt. Die Versammlung stimmte allen Anträgen zu. Weiter wurde über die Zukunftsabsichten der Spitex informiert in Bezug auf die drei Gemeinden.




Der Jahresbericht der Präsidentin beginnt mit dem Zitat: „Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft“ (Marie von Ebner- Eschenbach)

Die Präsidentin schaut auf ein aktives Vereinsjahr zurück und bedankt sich bei allen Beteiligten, den Angestellten sowie den Behörden für die engagierten Einsätze und die wohlwollende Unterstützung. Dass das vergangene Jahr sehr erfolgreich abgewickelt werden konnte, lag daran, dass sämtliche Mitarbeiterinnen sehr flexibel ihre Arbeit verrichteten. Die Rechnung liegt im Rahmen der Vorjahre und weißt einen Selbstfinanzierungsgrad von 81.9 % aus, was sehr erfreulich ist. Die nichtverrechenbaren Stunden liegen ebenfalls im Bereich der Vorjahre. Eine leichte Steigerung ist in der Gemeindekrankenpflege zu verzeichnen. Ebenfalls wird ein neues kantonales EDV-System eingeführt. Es konnten auch 5 junge Frauen einen Teil ihrer Ausbildung zur Fachangestellten Gesundheit in der Spitex Glarner Unterland + Kerenzen absolvieren. Ein massiver Rückgang ist beim Mahlzeitendienst zu verzeichnen, was an den vielen günstig erhältlichen Fertiggerichten liegen könnte.

Aufgrund der vom Landrat verabschiedeten Spitexverordnung wird das Budget angepasst. Auch fehlen in Zukunft Beiträge, und die Defizitübernahme wird über die Gemeinden geregelt. Die Gemeinden werden neu voll für das Defizit aufkommen müssen (bis 50% des Umsatzes), da der Kanton nur 24% der Lohnsumme übernehmen wird, was dem bisherigen Bundesbeitrag entspricht. Der Mitgliederbeitrag bleibt weiterhin bei Fr. 40.- und ist ein wichtiges Standbein. Die Statutenänderung wurde einstimmig genehmigt, welche auf Grund der neuen Spitexverordnung notwendig wurde.

Die Spitex-Vorstände der Glarus Nord Gemeinden haben sich im Februar 2008 zu einer Aussprachesitzung getroffen. Die Spitex-Organisationen Bilten, Niederurnen sowie Glarner Unterland + Kerenzen (ausgenommen Oberurnen) streben auf 1.1.2009 den Zusammenschluss an. „Warum warten bis 2011?“ lautete der Grund-Tenor, nachdem das Projekt Spitex Futura (Kantonalisierung) gestrandet ist. Nun wird eine Spurgruppe eingesetzt, welche aus je 2 Vorstandsmitgliedern und je einer Mitarbeiterin aus der Basis der jetzigen Spitex-Organisationen der Unterländergemeinden besteht. Der Auftrag lautet, die Fusion in die Wege zu leiten, damit im Herbst die ausserordentlichen Versammlungen den Grundstein für die neue Organisation bilden können. Die neue Organisation soll ab 1. Jan. 2009 starten. Man will so die Zeit bis 2010 nutzen, um Erfahrungen zu sammeln und die Organisation langsam aufzubauen im Hinblick auf die 3 Gemeinden.