Eidg. Feldschiessen – So viele Schützinnen und Schützen wie seit 2014 nicht mehr

Und schon ist es wieder vorbei, das grösste Schützenfest der Welt. Im Glarnerland versuchten sich Herr und Frau Glarner – Jung und Alt – in den Schiessständen Bilten, Glarus, Schwanden, Linthal und Elm (300 Meter), sowie in Niederurnen (Pistole 25 und 50 Meter).




Über 130 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben in der ganzen Schweiz das diesjährige Feldschiessen absolviert. So viel wie seit fünf Jahren nicht mehr und das zeigt einmal mehr, welch hohen Stellenwert der Schiesssport im ganzen Land hat. Leider macht hier das Glarnerland nicht im gleichen Schritt mit. Sind mit 909 Schützinnen und Schützen doch 27 weniger an den Start gegangen als im Vorjahr. Erfreulich hingegen: Im Pistolenbereich bleibt die Tendenz weiter steigend. Sorgenkind bleibt die Distanz 300 Meter.

Marianne Hefti zeigt allen wie es geht

Die Schiessanlage «Fennen» in Niederurnen war heuer Gastgeber vom Feldschiessen im Kanton Glarus bei den Distanzen 25 und 50 Meter mit der Pistole. Die maximalen 180 Punkte konnte wie im Vorjahr kein Teilnehmer erreichen. Wobei hier zu erwähnen ist, dass 17-mal eine Zehn und einmal eine Neun zu treffen, sich als extrem schwierig erweist. Eine Schützin verfehlte das Maximum jedoch nur um einen winzigen Zähler, sie absolvierte das Programm für die Standschützen Niederurnen. Marianne Hefti gelang es, sensationelle 179 Punkte auf die Scheibe zu bringen. Das bedeutet: 19-mal eine Zehn (!) und 1-mal eine Neun und sie siegte somit alleine vor der Konkurrenz. Rang zwei belegte Thomas Dürst, ebenfalls für Niederurnen STS schiessend mit 178 Ringen, vor Veteran Manfred Bertini (PS Engi), Joe Groner (Stadtschützen Glarus) und Markus Linder (Glarus PC) mit je 177. Süd-Gemeindepräsident Mathias Vögeli zielte ebenfalls sehr genau und liess sich als Sechstplatzierter 176 Zähler gutschreiben. Friedrich Hösli von den Pistolenschützen Glarus reihte sich als bester Seniorveteran mit 173 Punkten in die Rangliste ein. Mit Michael Weber und Mario Fenaroli durften sich auch zwei Jugendliche das begehrte Kranzabzeichen anhängen. Mit 100 Mitwirkenden errang knapp die Hälfte das Kranzabzeichen. 202 Pistolenschützinnen- und schützen sind gesamthaft in der Rangliste geführt.

 

3-mal knapp das Maximum verfehlt

Das Programm mit 18 Schuss auf die B-Scheibe über 300 Meter, wobei eine 4 die höchste Zahl pro Schuss ist, hatten vor allem drei Schützen absolut im Griff: August Mächler (STS Niederurnen), This Blumer (SV Matt-Engi) und Martin Hösli (SG Leuggelbach) erzielten je 71 Punkte und verfehlten damit das Maximum von 72 Ringen nur um einen Zähler. Dass 17-mal eine 4 auf dem Monitor aufleuchtet, da braucht es Können, und die entsprechend passende Tagesform. Rolf Stutz von der FSG Linthal brachte 16-mal eine 4 auf die Scheibe und komplettiert somit ein 70er-Quartett. Dahinter folgt ein Septett mit je 69 Zählern. Rolf Steinmann von der SG Leuggelbach ist dabei als bester Senioveteran. Die besten Jungschützen kommen vom SV Nieder-/Oberurnen: Benjamin Hämmerli und Marc Knobel standen mit je 67 Ringen vom Lager auf. Ebenfalls diese Marke schrieb sich Marie-Theres Betschart als beste Frau gut. 428 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von 707, somit 60%, erreichten die Kranzlimite und konnten das Abzeichen – dieses Jahr verziert mit dem Wappen des Kantons Basel-Stadt – nach Hause nehmen.

Die Ranglisten sind wie immer auf der Homepage www.glksv.ch abrufbar.

Der Glarner Kantonschützenverband gratuliert allen diesjährigen Teilnehmern zu ihren Resultaten und hofft auf ein Wiedersehen bei der nächsten Austragung. Wem es heuer nicht nach Wunsch gelaufen ist: Mitmachen kommt vor dem Rang! Die nächste Chance kommt bereits in einem Jahr.