Eidgenössischer Kranz von Roger Rychen im Mittelpunkt

Der erste eidgenössische Kranz seit 47 Jahren und der erste Schwägalpkranz eines Glarner Schwingers überhaupt, erkämpft beide durch Roger Rychen, fanden an der Hauptversammlung des Schwingklub Niederurnen nochmals gebührend Erwähnung. 2017 feiert der Unterländer Klub sein 75-Jahr-Jubiläum.




29 Mitglieder fanden den Weg ins Hotel Schützenhof nach Näfels. Neu aufgenommen bei den Aktiven wurde Michael Laager (Mollis). Der kantonale Nachwuchsschwingertag am Auffahrtstag in Glarus brachte dem Klub einen deutlich kleineren Gewinn als vorangegangene gleiche Anlässe, was mitausschlaggebend für ein kleines Minus in der Kasse war, über die Hansruedi Lütschg Rechenschaft ablegen musste. Immer wenn in den USA Wahlen sind, steht auch bei den Niederurnern ein Wahljahr an. Einstimmig wurden sämtliche Mitglieder Fridli Beglinger (Präsident), Kaspar Leuzinger (Vizepräsident und Materialwart), Florian Beglinger (1. Technischer Leiter), Peter Reich (Aktuar, 2. Technischer Leiter), Martin Hager (Festwirt und Versicherungskassier), Hansruedi Lütschg (Finanzen) und Fritz Fischli (Bauchef) für eine weitere Amtsdauer wiedergewählt.

Überragende Saison

Die Saison 2016 war im Glarner Unterland geprägt von einem Namen: Roger Rychen. Ihm gelang zu Saisonbeginn der Sieg am klubeigenen Hallenschwinget und kurz darauf der Co-Sieg auf dem Gibel ob Bonstetten. Zwar gewann aus Unterländer Sicht nur Rychen Kränze, dafür waren es durch ihn gleich acht Stück. In Glarus am eigenen Kantonalen belegte er nach einem abschliessenden Sieg über Reto Nötzli den Ehrenplatz. Ebenfalls kehrte er vom Schwyzer Kantonalen, wo die Glarner nur alle sechs Jahre Gastrecht geniessen, kranzgeschmückt nach Hause. Nach einem starken, aber ungekrönten Auftritt auf dem Weissenstein, holte er Verpasstes auf der Schwägalp nach und holte dort den ersten Kranz eines Glarner Teilnehmers. Am Eidgenössischen in Estavayer waren die Erwartungen an Rychen gross, doch der Standschwinger hielt dem Druck stand. Mit Michael Nydegger, Remo Stalder und Erich Fankhauser legte der Glarner drei bestandene Eidgenossen auf den Rücken.

Laudation durch den Präsidenten

Im letzten Gang gegen Dominic Bloch erkämpfte sich Rychen mit einem Gestellten den ersten eidgenössischen Kranz für den Schwingklub Niederurnen seit 47 Jahren. Bruno und Peter Jutzeler aus Näfels waren die letzten beiden des Klubs, die sich 1969 Biel eidgenössisches Eichenlaub erschwangen. «Roger hat dem enormen Druck, der auf ihm lastete, standgehalten. Mit einer taktisch geschickten Leistung gab er den Kranz im achten Gang nicht mehr aus den Händen», lobte Präsident Fridolin Beglinger seinen Schützling. Martin Hager konnte beim Nachwuchs von zwei Festsiegen von Kaspar Laager (Glarner Kantonales Nachwuchsschwingfest in Glarus und Urnerboden-Schwinget) als Highlights berichten. Insgesamt trainieren im Unterland wieder mehr Knaben als auch schon.

Schwingerischer Leckerbissen

2017 wird der Unterländer Schwingklub 75-jährig. Aus diesem Grund organisieren die Niederurner das Glarner-Bündner, das bei der MZH Linth-Escher zur Austragung gelangt. Das OK für den Jubiläumsanlass von 5. Juni präsentiert sich wie folgt: Fridolin Beglinger (OK Präsident), Regierungsrat Benjamin Mühlemann (Ehrenpräsident), Martin Hager (Vizepräsident und Festwirt), Nicole Steiger (Sekretariat), Sepp Hämmerli (Finanzen), Fritz Beglinger (Gaben), Hans Hösli (Festführer, Presse, Propaganda) Stefan Pleisch und Florian Beglinger (Personal), Martin Leuzinger (Bau), Hansruedi Lütschg (Schwingkomitee und Unterhaltung) sowie Kaspar Leuzinger (Verkehr und Sicherheit). Da zu einem Jubiläum zwei Gastklubs eingeladen werden dürfen, haben die Niederurnen die Schwingersektion Meiringen (Matthias Glarner) und den Schwingklub Einsiedeln angefragt. Präsidiert von Hans Hösli (Mollis) wird auch eine Jubiläumsschrift erstellt, die an der Jubiläumsfeier vom 18. November 2017 veröffentlicht wird. Mit einigen Informationen zum «ESAF 2025 im Glarnerland» konnte Fridolin Beglinger die Versammlung schliessen.