Eigenverantwortung kann man nicht delegieren



Im Namen des Gesamtbundesrates kämpfte Karin Keller Suter an der neuesten Pressekonferenz gegen einen Grundpfeiler unseres Gemeinwesens an: Wenn ich anderen Schaden zufüge, muss ich dafür geradestehen! Das gilt auch dann, wenn jemand in meinem Auftrag einen Schaden verursacht hat.

Unfairerweise ruft der Bundesrat das Bild hervor, dass Tausende von KMU in unserem Land und auch Betriebe in unserem Kanton von der Initiative betroffen seien. Welche Glarner Firma kennen Sie, die in Indien oder Afrika für die Vergiftung von Flüssen verantwortlich ist?

Es geht bei der Initiative um Konzerne wie den Schweizer Rohstoffgiganten Glencore, welcher die Luft in Sambia und die Flüsse im Kongo vergiftet. Solche Konzerne nutzen die Situation in denjenigen Ländern aus, welche über keine funktionierende Justiz verfügen. Sie setzen auf Kinderarbeit und zerstören die Umwelt, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.

Die Initiative schafft klare Regeln, um genau diese Konzerne gezielt zur Verantwortung zu ziehen. Alle anderen Firmen, die täglich hart für unser Gemeinwohl arbeiten, haben nichts zu verbergen und sind von der Initiative nicht betroffen.