Ein Bijou im Zentrum von Glarus

Aus dem anfänglichen Provisorium ist in der alten Post in Glarus mit der rundum erneuerten Markthalle ein schöner Treffpunkt für Touristen aber auch für alle Glarnerinnen und Glarner geworden. Am letzten Freitag wurde sie pünktlich auf die Landsgemeinde eröffnet.



Eröffnung Martkhalle Glarus. Fritz Pechal begrüsst die Gäste (Bilder: j.huber)
Eröffnung Martkhalle Glarus. Fritz Pechal begrüsst die Gäste (Bilder: j.huber)

Es war ein langer und nicht immer einfacher Weg, meinte Fritz Pechal, an der Eröffnung der «neuen» Markthalle in der alten Post in Glarus am letzten Freitag. Ursprünglich als trockener Standort für den Wochenmarkt in Glarus gedacht, hat sich aus dem damaligen Provisorium ein Leuchtturm im Bereich Tourismus und Detailhandel entwickelt. Denn neu sind die Flächen für Milch-, Fleisch- und Fischprodukte sowie weitere Spezialitäten fix installiert und präsentieren das grosszügige Angebot auf moderne frische Art und Weise. Dabei gibt es aber auch zusätzlich Platz für saisonale oder einmalige Anbieter. «Wir sind aber auch stolz, dass wir ergänzend Platz für weitere Dienstleister bieten», führte Pechal weiter aus. Gemeint ist dabei auf der einen Seite das Café Frattelli aber insbesondere die Tourismusinfostelle von Visit Glarnerland. «Hier werden Glarner Produkte aber auch touristische Angebote präsentiert», erklärte Fridolin Hösli, Geschäftsführer Visit Glarnerland, weiter aus. Er ist sich auch sicher, dass diese nicht nur für die Auswärtigen interessant sind. «Auch Glarnerinnen und Glarner können ihre Heimat hier auf neuen Wegen kennenlernen.» Auch Gemeindepräsident Peter Aebli zeigte sich sehr erfreut über das neue Angebot im Herzen seiner Gemeinde. Denn Gastronomie und Detailhandel sei nicht nur für Besucher von grosser Bedeutung. «So ein Angebot verbessert auch den Stellwert als Wohngemeinde.»

Die Bedeutung der Markthalle zeige sich, laut Pechal, auch weiter an der zahlreichen Unterstützung durch Sponsoren, Gönner aber vor allem auch durch die bereits über 200 Genossenschafterinnen und Genossenschafter, die sich so persönlich an der Entwicklung in der alten Post direkt beteiligen wollen. «Mit dem, was wir in den letzten drei Monaten geschaffen haben, wird diese Zahl sicher noch weiter steigen.» Und auch im Gebäude soll Entwicklung weiter möglich sein. «Ganz klar bei den Öffnungszeiten», betonte Pechal. Hier habe man sich zur Eröffnung noch bewusst an den bisherigen Tagen Mittwoch und Samstag orientiert. Man wolle aber in weiteren Schritten und je nach Zuspruch die offenen Tage erweitern. Und natürlich war die «neue» Markthalle nicht nur am Samstag während des Flohmarkts, sondern selbstverständlich auch am Landsgemeinde-Sonntag für Interessierte geöffnet.