Ein erstes Mal Armeeluft geschnuppert

Während fünf Tagen wurden in der Truppenunterkunft in Elm 193 junge Glarner des Jahrgangs 1998 im Rahmen eines abwechslungsreichen Programms mit praktischen und theoretischen Modulen auf die Rekrutierung vorbereitet. Dieser Tag ist für alle Schweizer Männer im Alter von 18 Jahren obligatorisch. Überraschungsgast am Donnerstagnachmittag war kein Geringerer als Armeechef Korpskommandant Andre Blattmann.



Die Durchführung der Orientierungstage für angehende Rekruten obliegt den Kantonen, die auch den Tagesablauf gestalten. Mit einem interessanten und abwechslungsreichen Programm gestaltete das Kreiskommando Glarus unter der Leitung von Kreiskommandant Walter Rhyner, tatkräftig unterstützt von der guten Seele im Zeughaus Ursi Graber und bestens ausgebildeten Moderatoren, die Orientierungstage diese Woche in Elm. Dabei wurden rund 200 angehenden Glarner Rekruten in die Geheimnisse der Schweizer Armee eingeführt. Dies geschah nicht mit erhobenem Drohfinger, sondern mit dem Anspruch, die jungen Bürger ernst zu nehmen. Als Teil der Rekrutierung fällt der Orientierungstag unter die Militärdienstpflicht und ist für Männer mit Schweizer Pass und Wohnsitz in der Schweiz obligatorisch. Schweizerinnen und Auslandschweizer können freiwillig daran teilnehmen. Der Gruss der Glarner Regierung überbrachte Landesstatthalter, Regierungsrat und Departements-Vorsteher Dr. Andrea Bettiga. Er zeigte sich über das grosse Engagement der jungen Glarner erfreut und wünschte allen eine erfolgreiche Zeit in der Rekrutenschule und später bei der Ausübung der dienstlichen Aufgaben in der Schweizer Armee.

Überraschungsgast Armeechef Andre Blattmann

Kein Geringerer als Armeechef Korpskommandant Andre Blattmann überraschte die Teilnehmer in Elm am Donnerstagnachmittag mit seiner Aufwartung. Er orientierte die jungen Männer über ihre Pflichten und Aufgaben als künftige Angehörige der Schweizer Armee. Zahlreiche Krisenherde und kriegerische Ereignisse, zurzeit beispielsweise in Syrien, Irak und der Ukraine erfordern die vollste Aufmerksamkeit unserer Armee, deren Aufgabe es ist, unsere Grenzen zu schützen, aber auch innerhalb unseres Landes bei der Bewältigung von Notlagen und zum Schutz der Bevölkerung subsidiär den zivilen Einsatzkräften beizustehen und die innere Sicherheit zu gewährleisten. Er erwähnte die zahlreichen Möglichkeiten, welche den Armeeangehörigen nach erfolgter Ausbildung im Führungswesen auch im zivilen Leben offenstehen. Über seine Eindrücke von den Glarner Orientierungstagen befragt, antwortete Armeechef Korpskommandant Blattmann, dass diese Tage in der ganzen Schweiz durchgeführt würden, dass man den Glarnern aber ein spezielles Kränzchen in Bezug auf die Gestaltung dieser Anlässe winden dürfe. Er erwähnte auch, dass es mittlerweile bekannt sei, dass all die jungen Glarner, die an den Orientierungstagen teilnahmen, jeweils bestens vorbereitet zur Aushebung im Rekrutierungszentrum in Mels erscheinen.

Moderatoren, die begeistern


Der Orientierungstage in dieser Woche begannen jeweils mit dem Einrücken im Truppenlager in Elm. Kreiskommandant Walter Rhyner hiess die jungen Männer und Frauen herzlich willkommen. Die Teilnehmer erfuhren alles Wesentliche über die bevorstehende Rekrutierung und den anschliessenden Dienst in der Armee. Zusätzlich führten die erfahrenen Moderatoren Hptm Christian Middendorf, Hptm Urs Pedrocchi, Hptm Daniel Stucki sowie Hptm Romano Frei – in ihm steckt definitiv ungeahntes, schauspielerisches Talent – die Teilnehmer gruppenweise durch die verschiedenen Themen, erläuterten die Aufgaben von Armee und Zivilschutz sowie die Voraussetzungen für den Zivildienst. Sie stellten Truppengattungen und Funktionen vor, gaben Auskunft über den Ablauf der Rekrutenschule, den Inhalt der Ausbildung sowie die die Chancen, bereits mit 20 Jahren Führungsaufgaben zu übernehmen. Um die ganze trockene Materie etwas aufzulockern, demonstrierten Angehörige der vor Ort stationierten Panzerschule 22 Waffen und Fahrzeuge ihrer Einheit. Im Zentrum des Interesses stand definitiv der schwedische Schützenpanzer, der von den Teilnehmern von innen und aussen bestaunt werden konnte. Voll Action gab es im Anschluss auf zwei Parcours im Innenhof der Truppenunterkunft. Dabei wurden die Teilnehmer auf Geschwindigkeit, Geschicklichkeit, Ausdauer und Kraft geprüft. Es war eine wahre Freude, den jungen Männern zuzusehen, wie sie topmotiveirt und voll bei der Sache ihre Aufgaben lösten. Am Ende des Tages wurde gemeinsam der Zeitpunkt der Rekrutenschule festgelegt, wobei auf die Ausbildungssituation Rücksicht genommen wurde. Wie es dann für den Einzelnen weitergeht, entscheidet die Rekrutierung im Rekrutierungszentrum in Mels. Abschliessend noch eine Aussage eines Teilnehmers. Sie ist symptomatisch für die Stimmung und widerspiegelt stellvertretend für alle den Verlauf dieser interessanten und lehrreichen Orientierungstage in Elm: «Bevor ich nach Elm kam, war meine Einstellung zur Armee eher negativ. Nach diesem ereignisreichen Tag freue ich mich auf die Rekrutenschule und auf den Dienst fürs Vaterland.» Dem ist nichts mehr beizufügen, nebst dass wir allen künftigen Glarner Rekruten und Wehrmännern viel Erfolg bei der Aushebung und später einen schönen und sinnvollen Dienst für unser Heimatland wünschen.