Lange suchen musste ich nicht. «Max» überragt alles am ESAF. Stolz steht er am Haupteingang und hat die Übersicht. Wenn am ESAF-Wochenende die Zuschauer zu Tausenden auf das Gelände strömen, müssen sie, ob sie wollen oder nicht, an «Max» vorbei. Schon jetzt ist das Bauwerk eine Legende, der heimliche Star vom ESAF. Dutzende Medienschaffende und TV-Stationen berichteten bereits darüber. Nicht zu vergessen die sozialen Medien. Übertrieben? Nein.
Einige interessante Zahlen
«Max» ist 21,3 Meter hoch, 9,75 Meter breit und 36,25 Meter lang. Er besteht aus 100% Schweizer Holz regionaler Wälder, und er bringt das stolze Gewicht von 182 Tonnen auf die Waage. Über 200 Unternehmen und ca. 500 Lernende waren an diesem Projekt beteiligt. «Muni Max» besteht aus 437 dezentral vorgefertigter Elemente und knapp 20 000 Schrauben halten ihn zusammen. Gewaltig! In der Schweiz wachsen jährlich 10 Millionen Kubikmeter Holz nach. 1200 Kubikmeter Holz wurden für den «Muni Max» verbaut. Das sind 0,012%. Diese Menge des nachhaltigen Baustoffs wachsen in der Schweiz in wenigen Minuten wieder nach.
Aus Nebenprodukten wurde unter anderem der Innenausbau des Gabentempels und der Schwinger-Bar gefertigt. Dank der vorgefertigten Teile dauerte der Aufbau für «Max» und das «Muni Dorf» lediglich 10 Tage. Rund 70 Arbeiter im Zweischichtbetrieb realisierten das Projekt. Finanziert wurde das «Muni Dorf» nicht durch das ESAF, sondern durch Sponsoren, Gönner und viel Arbeitsleistung der beteiligten Betriebe.
Ein Blick ins Innere von «Max»
Schon von aussen ist der Muni eine imposante Erscheinung. Doch ich hatte die seltene Gelegenheit, auch ins Innere zu schauen. Erst musste ich einige Gerüsttreppen hochsteigen, um in Bauchnähe zu kommen. Und was gab es da zu sehen? Holz, viel Holz. Eine komplexe Konstruktion, die mich zum Staunen brachte. Doch es ging noch viel weiter hinauf. Bis ich endlich beim Kopf angelangt war und dem Muni nicht ins Auge, sondern aus dem Auge geschaut habe. Ein herrlicher Blick über das ganze ESAF-Gelände. Das Innere des Muni ist noch nicht ausgebaut und für Besucher und Besucherinnen des ESAF nicht begehbar. Aber das soll sich zu einem späteren Zeitpunkt noch ändern.
Ich hätte noch die Möglichkeit gehabt auf den Kopf des Muni zu steigen, aber dies habe ich schliesslich doch nicht gewagt und ganz schwindelfrei bin ich auch nicht. Also machte ich mich auf den Rückweg. Ich war schliesslich heilfroh, wieder unversehrt unten angelangt zu sein. Ich bedanke mich bei Thomas Tschudi und den Verantwortlichen für diesen interessanten Einblick um und in den «Muni Max», dem heimlichen Star des ESAF.
Übrigens, wenn Ihr Garten gross genug ist, kann der Muni nach dem ESAF für knapp 2 Millionen CHF gekauft werden.



