Ein Fest für alle Automobilliebhaber

Im kommenden Jahr soll die zweite, verbesserte Durchführung des Kerenzerbergrennens stattfinden. Aus der Auflage von 2015 möchte man die positiven Erfahrungen übernehmen, aber auch aus den Fehlern von damals lernen.




Das Kerenzerbergrennen soll eine kleine, aber feine Veranstaltung sein, welche zukünftig im Zweijahrerhythmus durchgeführt werden soll. Das neugegründete OK informierte am Donnerstagabend in der Mehrzweckhalle in Mollis Interessierte und vor allem die Anstösser rund um den Kerenzerberg. OK-Präsident Peter Rufibach betonte hier auch, dass man sich nicht als Konkurrenz zum Klausenrennen verstehe. «Von der Grösse und der Geschichte sind das zwei Paar Schuhe.» Im gleichen Tenor äusserte sich Franz Leupi, zuständig für Marketing und PR. «Auch zeitlich liegen wir weit auseinander.» Und dies meinte er gleich in zweifacher Hinsicht. Auf der einen Seite findet der Event in Glarus Nord jeweils im Frühling und nicht im Herbst statt. Auf der anderen Seite stehen hier Autos nach dem Zweiten Weltkrieg im Zentrum. Hier möchte man aber das Feld vor allem Richtung Gegenwart öffnen. «Aktuell testet die ETH ein autonomes Fahrzeug auf dem Urnerboden. Es wäre doch schön und ziemlich sicher eine Premiere, wenn das in einem Jahr am Start stehen würde», meinte Rufibach weiter. Die Freude am Auto und dem Motorsport soll weiter vor allem im Zentrum stehen. «Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, keine Zeitmessung vorzunehmen. Bei einem Zeitvergleich gibt es immer Verlierer, ohne gibt es nur Gewinner», erklärte Leupi. Im Zentrum steht doch vor allem, dass man die schönen Fahrzeuge in Aktion sehen kann. Zwischen den unterschiedlichen Klassen werden zudem wieder Motorräder im Einsatz sein, dies auch zur klaren Abtrennung der einzelnen Klassen.

Event stark in Glarner Händen


Auch sonst werden zahlreiche Änderungen gegenüber der Auflage von 2015 vorgenommen. So habe man sich durch die Crew ACS-Mitte professionelle Hilfe geholt, die seit Jahren ähnliche Anlässe in der ganzen Schweiz organisieren. «Uns freut es, dass der ACS nach den ursprünglichen Rennen auch nach 50 Jahren wieder das Patronat übernimmt», erklärte dazu Willi Leuzinger, Präsident der ACS Sektion Glarus. Den Profis werden aber Glarner Helfer zur Seite gestellt, führte Rufibach weiter aus, damit diese das «Handwerk» lernen können. «Nach den weniger guten Erfahrungen 2015, wollen wir, dass der Anlass ein rundum glarnerischer werden wird.»

Dazu gehört auch, dass die Vereine wieder in die Durchführung einbezogen werden. «In allen Bereichen sind wir auf die Unterstützung von zahlreichen Helferinnen und Helfern angewiesen», schilderte Philip Wiedmer, Events. Neben den Zuschauerräumen und dem neuen Fahrerlager auf dem Areal der Netstal-Maschinen AG gehört neu auch das Boxenfest dazu. «Auf Anregung der Gemeinde Glarus Nord wollen wir ein Fest am Samstagabend organisieren.» Sodass die zahlreichen hoffentlich auch auswertigen Gäste nach dem Rennen sich noch in Mollis verweilen können.

Gute Zusammenarbeit mit der Bevölkerung wichtig


Die vielen Besucher am Informationsabend zeigten bereits einen grossen Rückhalt, betonten aber auch die Wichtigkeit des frühen Einbezuges der betroffenen Anwohner rund um den Kerenzerberg. «Zusammen können wir hier sicher Zeitfenster für Anwohner und Bauern finden», meinte Leupi weiter. Grundsätzlich muss ja auch wieder auf den Betrieb des Busses abgestimmt werden, sodass man hier zusammen sicher Lösungen finden kann.

Dass der Kanton hinter dem Anlass steht, konnte Regierungsrat Andrea Bettiga bestätigen. So habe man bereits die Rahmenbedingungen gutgeheissen. «Wenn das OK seine Hausaufgaben erledigt, stehen wir dem Rennen sicher nicht im Weg, ich schon gar nicht.» Denn er habe noch gut den Geruch des Rennbenzins in der Nase, von der Zeit als er als kleiner Junge die originalen Rennen selbst miterleben konnte.